Rezensionen • The Doom Brigade
Autor: Margaret Weis & Don Perrin
Titel: The Doom Brigade - Kang's Regiment, Volume I
Zyklus: Dragonlance Chaos War
Verlag: Wizards of the Coast

Bei Amazon bestellen

Besprochen von: Morgions Klaue
Bewertung: (8/10)
Von der Rückseite des Buches:

The fearless draconians of the War of the Lance have retired from the field of battle to a pleasant valley in the Kharolis Mountains. Well, it would be pleasant, if it weren't for some dwarves, whose irritating feuding prevents the draconians from realizing their greates hope - the ability to continue their doomed race.
When the dwarves discover a map leading to a fortune buried in the dwarven kingdom of Thorbardin, the draconians are swept up in a feverish race for treasure. Little do both sides realize that they are part of the strange and terrible destiny descending upon Krynn during the Summer of Flame.


Der erste Teil der Geschichte der "First Dragonarmy Engineers", einer Einheit Drakonier unter der Führung des Bozak Kang, rückt diese faszinierenden Stoßtruppen der Drachenarmeen aus dem Krieg der Lanze in den Mittelpunkt. Zum ersten Mal Protagonisten statt bloße Akteure.

Der Chaoskrieg steht kurz bevor und diese Einheit hat sich seit dem Ende des Kriegs der Lanze hoch im Kharolis-Gebirge zwischen dem Berg Celebund und dem Berg Dashinak in einem Tal eingenistet, in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Dorf der Hügelzwerge.
Mit diesen gibt es eine unruhige Koexistenz, geprägt von beidseitigen Raubzügen gegen den jeweils anderen.
Währenddessen beginnen die Takhisis-Ritter mit der Invasion Ansalons und die Drakonier vernehmen den Ruf des Krieges in einer Welt, die für sie nur das Kriegerdasein und das Aussterben ihrer Art bereithält.

"We are bred of dragons, Talon Leader. Perhaps the most intelligent, the wisest beings alive on Krynn. The capacity to attain such wisdom, such knowledge is within us. If we only had time! Time to live in this world, to learn ist ways, to come to know ist peoples. And if we could only pass on what we learn..." - Commander Kang


Als ein paar zwielichte Zwerge eine Schatzkarte "finden", die zu einem Schatz tief in Thorbardin führt, bietet sich den Drakoniern die Chance, den Traum vom Fortbestand der Art zu erfüllen.

Ein Wettlauf zwischen Hügelzwergen und Drakoniern beginnt und zugleich der Wettlauf mit der Zeit, als der Chaoskrieg über Ansalon hereinbricht, der Bürgerkrieg in Thorbardin beginnt und die Feuerdrachen auftauchen.

Den Autoren ist es gelungen, die Drakonier von einer anderen Seite darzustellen, nämlich als interessante Protagonisten, die mehr sind als nur unnatürliche magische Monster der Göttin der Finsternis. Dabei haben sie verstanden, den dunklen Aspekt der Drakonier nicht auszulöschen sondern in das neue Bild zu integrieren. Somit sind die Drakonier glücklicherweise nicht zu zahmen Leuten geworden, die wie alle anderen auch so lieb sind und eben nur Schuppenhaut und Echsenköpfe haben...
Auch haben sie es geschafft, diese Erzählung in den Fluss der Ereignisse einzubetten und mit anderen Erzählungen abzugleichen, ohne allzu sehr ins Holpern zu geraten.
Kleinere Details, die insgesamt nicht stören, fallen dem pedantischen Leser aber auf.
Da ist zum Beispiel der Umstand, dass rote Drachen als Reittier für Takhisis-Ritter dienen und eine Theiwar-Stadt in Thorbardin namens "Themadlin" auftaucht. Wer zugleich auch Rollenpieler in der Welt der Drachenlanze ist, wundert sich über die "Darkvision" (die Fähigkeit im Dunkeln zu sehen), die alle Drakonier besitzen (statt nur die Auraks, wie es bisher in den Regelwerken hieß) und über den Umstand, dass die Bozaks Nuitari am Himmel sehen können, dieser ihre Magie positiv beeinflusst, sie aber ihre Sprüche aber nur nach einem Gebet zu Takhisis erhalten. Erwähnenswert ist diesbezüglich auch das Ausfeilen der Beziehung der Drakonier zu Drachen (Ehrfurcht in Gegenwart von bösen Drachen, echte Furcht durch metallfarbene Drachen).

Alles in allem ist dieses Buch aber auf jeden Fall lesenswert und erhält acht Drachen.

Drachenlanze.de / Rezension: Morgions Klaue