Rezensionen • Schattenzeit
Schattenzeit

Autor: R.A. Salvatore
Zyklus: Die vergessenen Welten 12
Verlag: Blanvalet
ISBN: 3-442-24973-2

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Besprochen von: Torshavn
Bewertung: (8/10)

Luskan. Hafenstadt an der Westküste der nördlichen Reiche. Handels- und Piratenstadt. Hier lebt seit einigen Monaten Wulfgar, ein Barbar aus dem Eiswindtal, Adoptivsohn Bruenor Heldenhammers, Freund von Drizzt do Urden. Er arbeitet als Rausschmeisser im Entermesser, einer Spelunke in der Halbmondstraße, in der er auch wohnt. Die meiste Zeit ist er betrunken, zieht mit dem zwielichtigen Ganoven Morik, den man den Finsteren nennt, durch die Stadt. Mit Delly Curtie, die als Schankmaid im Entermesser arbeitet, verbindet den Barbaren ein kompliziertes Verhältnis aus Liebe, Begehren und Ablehnung. Wulfgar, der Held vieler Erzählungen, ist auf der Flucht. Auf der Flucht vor seinen Erinnerungen an die unendlichen Qualen, die ihm der Dämon Errtu monatelang zugefügt hat. Der berühmte und hochangesehene Piratenjäger Kapitän Deudermont ist mit seinem Schiff Seekobold zu Reparaturarbeiten in den Hafen von Luskan eingelaufen. Deudermont begegnet seinem alten Freund Wulfgar im Entermesser. Dieser will jedoch mit seiner Vergangenheit nichts mehr zu tun haben, weist den Kapitän grob ab. Piraten und Schmuggler nutzen die Gelegenheit zu einer Intrige: Sie verüben einen Mordanschlag auf Deudermont und lasten es Wulfgar und Morik an. Beide werden dafür zum Tode verurteilt. Der Kapitän überlebt, erwirkt Begnadigung für Wulfgar und Morik, die lebenslang der Stadt verwiesen werden. Parallel spielt sich im Nordwesten der Reiche, in Auckney eine Romanze zwischen dem herrschenden Lord Fringal und der Bauerstochter Miralda ab.

Der Roman ist wunderbar geschrieben. Die für Salvatore typischen Kampfszenen halten sich erfreulicherweise in Grenzen. Der Autor stellt uns überzeugend einen Helden in seiner dunkelsten Zeit vor. Die Liebesgeschichte zwischen dem Lord und dem Bauernmädchen ist weniger überzeugend, sogar stark zum Kitsch neigend. Daher gebe ich nur acht von zehn Sternen.

Drachenlanze.de / Rezension: Torshavn