Rezensionen • Reavers of the Blood Sea
Autor: Richard A. Knaak
Titel: Reavers of the Blood Sea
Zyklus: Dragonlance The Chaos War
Verlag: Wizards of the Coast

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Besprochen von: Andreas Meixner
Bewertung: (7/10)

Für Aryximaraki de Orilg (kurz: Aryx), ein junger Minotauren-Krieger und direkter Nachfahre des legendären Kaziganthi de Orilg hat das Schicksal offensichtlich grosses vorgesehen. Auf seiner ersten Seereise, die sich nach 13 Monaten langsam dem Ende neigt, wird sein Schiff von riesigen "Schalentieren" angegriffen. Aryx ist der einzige Überlebende. Schwer verletzt und den sicheren Tod vor Augen wird er von einem Kriegsschiff der Schwarzen Ritter aus dem Blutmeer gefischt und geheilt. Zur Besatzung gehören neben den Rittern unter Lord Broedius auch ein Kleriker von Kiri-Jolith und ein mysteriöser Minotaure.

Niemand glaubt ihm die Geschichte des Angriffs und Aryx ist überrascht, das Reiseziel des Kriegsschiffes und dessen Begleitung zu erfahren: Nethosak, die Hauptstadt des Minotaurischen Imperiums.

Dort angekommen, werden die Ritter nicht etwa angegriffen, wie Aryx erwartet, sondern in den Hafen geleitet und dort von einer Delegation empfangen.

"Ich bin Lord Broedius, Diener ihrer Wunderbaren Majestät Takhisis. In ihrem Namen und auch in dem ihres loyalsten Kommandeurs, Lord Ariakan, beanspruche ich diese Inseln! Alle Resourcen, inklusive aller geeigneten Krieger, befinden sich nun unter meiner Kontrolle als neuer vorübergehender Gouverneur!"
Das Ratsmitglied, das bisher zwischen Ärger und Amüsement schwankte, gab sich letzterem hin. Er bagann laut zu lachen. Die, die bei ihm standen, stimmten mit in das Lachen ein. Alle, bis auf die Kleriker. Unter den Rittern begannen einige zu Schnauben, besonders Sub-Kommandeur Drejjen, der sich kaum zurückhalten konnte. Doch Aryxwusste, das sich hinter dem Humor nur die Tatsache verbarg, dass das Leben der Menschen am seidenen Faden hing.
"Solch eine erbärmliche Truppe von Eroberern. Mit nur 3 Schiffen glaubt Ihr, alles übernehmen zu können? Selbst für Menschen müsst Ihr Verrückte sein! Glaubt Ihr wirklich, wir legen einfach unser Leben in Eure Hände?" Die Hand des Ratsmitglieds ruhte auf dem Griff seines Schwertes. "Verrückt, oder nicht, Ihr könntet auch einfach die Piraten sein, die für die vielen verschwundenen Schiffe verantwortlich sind. Ja, je mehr ich darüber nachdenke, desto wahrscheinlicher scheint dies. Wenn Ihr verrückt genug seit, eine Invasion unserer Inseln vorzunehmen, dann seit Ihr auch verrückt genug, unsere Schiffe anzugreifen!"


Von da an geht alles recht schnell und bevor Aryx so richtig weiss, wie ihm geschiet, ist er plötzlich der "Begünstigte" eines Gottes und Mittelsmann zwischen seinem Volk und den Schwarzen Rittern, die mit den Minotauren so umgehen, wie sie es schon immer taten. Sie sehen in den Minotauren nur dumme Arbeitstiere und Kanonenfutter.

Während sich die Spannungen zwischen den beiden Seiten immer weiter aufbauen und die Götter mit Chaos kämpfen, wird auch die Heimat der Minotauren zum Ziel von Chaos' Horden.

Von der Rückseite des Buches:

Während des heissesten Sommers seit Gedenken kämpfen Minotauren gegen die Ritter der Takhisis, in deren Hände sie ihr Gott Sargonnas gegeben hat. Inmitten dieses Konfliktes stürzen sich die Armeen von Chaos in das Herz von Ansalon.
Nun muss der Minotauren-Krieger Aryx sein Volk und dessen Feinde, die Ritter, gegen die Diener von Chaos vereinen. Wenn er Erfolg hat, könnten die beiden Seiten ein Band flechten, das Krynn für alle Zeiten verändern kann. Wenn er scheitert, werden sie alle untergehen.


Wertung:
Ein gut geschriebenes Buch, das aber an einigen Stellen durchsichtig ist und bei dem nicht so ganz einleuchtet, warum Chaos auf die Inseln der Minotauren andere Wesen hetzt, als auf den Rest von Krynn.

Pluspunkte sammelt das Buch jedoch mit guten Einblicken in die Kultur und Gesellschaft der Minotauren, einer gelungenen Darstellung der Hauptfiguren, sowie der einen oder anderen Wendung der Story, die zu überraschen weiss...

Alles in allem bekommt das Buch von mir sieben Drachen.

Drachenlanze.DE / Rezension: Meixi