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| Rezensionen Necroscope Reihe |
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Der Brite Brain Lumley schuf die
Serie Necroscope. Als erstes stechen die Buchcover ins Auge, die sehr
gut mit den Inhalten harmonieren und deren Design einer klaren Linie folgt.
Bislang sind nur die ersten elf Bände ins Deutsche übersetzt worden und ich
warte schon gespannt auf die letzten Bücher ;-). Persönlich kann ich Necroscope
keinem Genre eindeutig zu ordnen. Ich denke es ist eine Mischung aus
Horror, Fantasy, der realen Welt und Vampir-Mythologie. Doch nun zu den
einzelnen Büchern (Achtung: SPOILER).
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Autor: Brain Lumley
Titel: Das Erwachen
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (9/10)
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Auf der Schwelle eines Hauses in
Rumänien wurde Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts ein nur wenige Tage altes
Baby ausgesetzt. Das Kind hatte Glück denn Pflegeeltern nahmen sich seiner an.
Es erhielt den Namen Boris Dragosani, nach dem Dorf in dem es gefunden worden
war. Schon als Kind war Boris ein Einzelgänger und spielte an verbotenen Orten,
denn der Aberglaube war in Rumänien noch weit verbreitet. An einem dieser Orte
vernahm er eine Stimme aus der Erde. Eine Stimme voll Bosheit und Grausamkeit.
Boris floh von jenem Ort, wurde aber in späteren Jahren immer wieder an diese
Stelle gezogen. Dort begraben in der Erde lag ein untotes Ding, dass ihn an
seinem Zigeunerblut erkannt hatte und ihn zu sich lockte. Von ihm erlernte
Boris die Kunst der Nekromantie - die Fähigkeit in den Leichenteilen zu lesen,
den Toten ihre Geheimnisse zu entreißen. Diese Fähigkeit machte ihn für
einflussreiche Leute interessant, doch dazu später mehr.
In England lebte der kleine Junge Harry Keogh, ebenfalls eher ein Einzelgänger.
Schon früh hatte er seine Mutter verloren und wuchs bei Verwandten auf.
Oft wirkte der kleine Harry, als wäre er ein Träumer und würde fernen
Stimmen lauschen. Seine schulischen Begabungen waren eher mittelmäßig, bis er
eines Tages ungeahnte mathematische Fähigkeiten entwickelte. Mit achtzehn
schrieb er brillante Kurzgeschichten und war auch sonst in vielen Dingen sehr
bewandert. Doch sein träumerische Abwesenheit und sein seltsames Wesen gaben Vielen,
vor allem seiner Freundin Brenda, Anlass zur Sorge. Harry Keogh ist ein
Necroscope, ein Totenhorcher, der die Fähigkeit besitzt, mit den Toten zu reden
und von ihnen zu lernen. So erklären sich seine zahlreichen Talente, die auch
ihn interessant für die Regierung machen sollten.
Sowohl in der UDSSR als auch in Großbritannien war man dabei, eine geheime
Regierungsorganisation aufzubauen. Ein Dezernat bestehend aus Menschen mit
übernatürlicher Begabung. Boris Dragosani war im Laufe der Zeit zu einem
einflussreichen Mitglied des sowjetischen Dezernats avanciert.
Und in Großbritannien bekam Alec Kyle, der nach dem Tot von Sir Keenan
Gormley Dezernatsleiter wurde, von einem Geist eine Geschichte erzählt...
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„[...] Genau!“ sagte Harry emphatisch. „Genau das tun sie.
Die Brückenbauer bauen weiterhin Brücken - im Geist. Wunderschöne, luftige
Gebilde die ganze Ozeane überspannen! Die Musiker schreiben wundervolle Lieder
und Melodien. Die Mathematiker entwickeln abstrakte Theorien und feilen sie
weiter aus, bis sie so kristallklar sind, dass selbst ein Kind sie verstehen
könnte, dabei aber so erstaunlich bleiben, dass sie die Geheimnisse des
Weltalls enthalten. Sie verbessern das, was sie taten, als sie noch
lebten. Sie führen ihre Ideen an den Rand der Vollkommenheit und beenden alle
unvollendeten Gedanken, für die sie zu Lebzeiten keine Zeit hatten. [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Vampirblut
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (10/10)
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Boris Dragosani kehrte nach Rumänien zurück,
um mehr über seinen untoten Mentor herauszufinden, welcher der Rasse der Wamphyri
angehört. Boris lernte einen Historiker kennen, der im zweiten Weltkrieg seine
ganz eigenen Erfahrungen mit einem des alten Geschlechtes gemacht hatte. Von ihm
erfuhr er die Geschichte des Faethor Ferenczy, welcher der Vater von Thibor
Ferenczy war. Dieser Thibor war eben jenes untote Ding, dass Dragosani ausgebildet hatte.
Harry Keogh war mit ganz anderen Dingen beschäftigt, denn er unternahm sozusagen eine
Reise in seine Kindheit und nahm aktiv Kontakt zu seiner toten Mutter auf. Ihm wurde
deutlich, dass sein Stiefvater für den Tod der Mutter verantwortlich war und das sollte
nicht ungesühnt bleiben. Er bescherte Viktor Shukshin, ehemals ein sowjetischer Agent,
einen ebenso schrecklichen Tod, wie ihn seine Mutter erlitten hatte, allerdings war das
auch nur mit ihrer Hilfe möglich.
In der UDSSR bereiteten sich Dragosani und Max Batu währenddessen auf eine Reise nach
England vor, um den dortigen Dezernatschef zu beseitigen. Batu besaß die Gabe des bösen
Blicks und konnte schwache Menschen nur mit diesem Blick töten. Der Anschlag auf Sir
Keenan Gormley war erfolgreich und Alec Kyle wurde zum ersten Mann in der Hierarchie
des Dezernat.
Harry Keogh setze sich mit dem toten Gormley in Verbindung, der Harry zu Lebzeiten ins
Dezernat holen wollte und erfuhr von Dragosani. Der Totenhorcher machte es sich zum Ziel,
den Nekromanten zu beseitigen. Er reiste vorerst nach Leipzig zum Grab von August Ferdinand
Möbius, einem großartigen Astronomen. Von ihm erfuhr er, wie er das Möbius – Kontinuum
nutzen kann. Harry war nun in der Lage von Ort zu Ort zu gelangen, ohne das Zeit vergeht,
er kann an jeder Stelle Kraft des Geistes und der Mathematik Tore herauf beschwören.
Dragosani kehrte zu Thibors Grab zurück. Er nahm Max Batu mit und töte ihn. Er entdeckte,
dass er auch die Talente eines Toten erlernen konnte indem er seine Nekromantie ausübte.
So erlernte er den bösen Blick, den er nutzte, um den sowjetischen Dezernatsleiter zu
töten. Dragosani wollte selbst an die Macht. Nur eine erstaunliche Entwicklung verwirrte
ihn – er war von Thibor mit einem Vampir-Ei infiziert worden.
Harry Keogh und Boris Dragosani trafen im sowjetischen Dezernat aufeinander. Harry hatte
sich der Unterstützung längst gefallener Krieger versichert, die die Lebenden in Angst
und Schrecken versetzten. Dem Necroscope gelang es, die feindlichen Anlagen in Schutt und
Asche zu legen. Doch sein Körper starb unter Beschuss, nur sein Geist konnte entkommen...
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„[...] Bei Harry selbst war nur wenig von seiner
früheren Persönlichkeit oder Identität übriggeblieben. Er hatte eine Menge unterschiedlicher
Talente geerbt und nun mit Sicherheit den Homo Sapiens überflügelt. Beide Männer waren inzwischen
wirklich zu fremden Wesen geworden, und in dem eingefrorenen Moment, in dem sie sich gegenseitig
anstarrten, wurde es ihnen beiden klar. Und dann ... [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Kreaturen der Nacht
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (8/10)
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In der UDSSR versucht man den angerichteten Schaden
abzuschätzen und das Dezernat neu aufzubauen. Dabei mussten einige unangenehme „Reste“
beseitigt werden.
Harry Keogh besucht in Großbritannien erneut Alec Kyle, allerdings nur in Geistgestalt.
Er hat sich im Körper seines Sohnes niedergelassen und wenn das Baby schläft gelingt es
ihm, die Kontrolle zu übernehmen. Allerdings wird das nicht immer so bleiben können, denn
das Bewusstsein des Kindes entwickelt sich zusehens. In der derzeitigen Form fällt es dem
Necroscope noch leichter mit den Toten zu kommunizieren und er erlangt Kenntnis von einem
wichtigen Umstand.
Thibor Ferenczys Geschichte begann fast tausend Jahre früher im heutigen Rumänien.
Blutige Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Volksstämmen ließen Thibor bis
nach Kiew fliehen, wo er sich als Söldner verdingte, um dem dortigen Herrscher zu dienen.
Er war sehr erfolgreich, man könnte sagen zu erfolgreich. Der Herrscher bekam Angst vor
dem ehemaligen Bauern und schickte ihn auf eine Selbstmordmission. Thibor sollte den
abtrünnigen Bojaren Ferenczy zum Gehorsam zwingen. Der Wallache gelangte in die Burg von
Faethor Ferenczy und der Wamphyri entschloss sich, den jungen, kräftigen Mann zu seinem
Sohn zu machen. Er ließ seine böse Saat in Thibor fallen und dieser wurde ebenfalls zum
Vampir.
Jahrhunderte später, Thibor lag schon lange in der Erde und pflegte Kontakt zu Dragosani,
erlitt ein junges Paar in der kreuzförmigen Hügelkette einen Unfall. Der Mann verblutete
auf Thibors Grab und gab dem Untoten neue Kraft. Die junge Frau wurde bei der Verletzung
ihres Mannes ohnmächtig und Thibor ließ einen Teil seiner selbst in sie dringen. Die Frau
war schwanger.
Georgina Bodescu bekam einen gesunden Jungen, wurde aber selbst nie wieder die Alte.
Sie war in ihre Heimat Großbritannien zurückgekehrt und wurde weitestgehend von ihrer
Cousine Anne und ihrem Schwager betreut, die sich im ersten Jahr auch um Yulian kümmerten.
Schon als Baby erschien er seltsam. Er war mit Zähnen geboren worden und wirkte aufmerksamer
als andere Babys. Als er getauft werden sollte, geschahen merkwürdige Zwischenfälle.
Als Anne, George und ihre Tochter Helen zu Besuch in das abgelegene Haus von Yulian und
Georgina kommen, ist Yulian siebzehn und ein ansehnlicher junger Mann geworden. Er besitzt
viele Fähigkeiten von Telepathie über Hypnose bis zur Nekromantie. Ihm gelingt es, seine
Verwandtschaft vollständig in seine Gewalt zu bringen und er verändert sie, so wie er es
schon mit seiner Mutter tat. Yulian ist mächtig und sich der Macht auch bewusst.
All das berichtet Harry Alec Kyle, denn Yulian Bodescu ist ein gefährlicher Gegner, der
eine wahre Vampir – Epidemie auslösen könnte.
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„[...] Anne ließ sich wieder zurücksinken und
kehrte ein wenig zögernd zu ihren Erinnerungen zurück. Sie hatte Yulian gestillt... Sie war
dabei leicht eingenickt – Helen an der rechten Yulian an der linken Brust. Es war ein
eigenartiges Gefühl gewesen, diese plötzliche Schläfrigkeit, diese Lethargie, der sie nicht
widerstehen konnte. Doch dann, als der Schmerz sie durchzuckte, war sie hellwach. Helen hatte
geweint, und Yulians Mund war – blutverschmiert gewesen! [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Untot
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (8/10)
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Alec Kyle und Carl Quint treffen sich in Genua mit Felix Krakovic,
dem Leiter des sowjetischen E-Dezernates, um dort über ein weiteres Vorgehen bezüglich Thibor Ferenczy
zu beraten, denn die Bedrohung durch dessen „Sohn“ Yulian Bodescu wächst. Eine wirklich eigenartige und
heikle Situation, denn das Misstrauen zwischen den eigentlichen Feinden ist groß. Die Sowjets werden von
dem KGB Mann Theo Dolgikh überwacht, denn Verräter aus den eigenen Reihen, gehen den eigenen Interessen
nach. Doch Dolgikh kann vorläufig durch einen „Mr. Brown“ aufgehalten werden. Kyle, Quint und Krakovic
kommen überein, dass es von internationalem Interesse ist die Überreste des Ferenczys zu vernichten, um
Yulian zu schwächen, in dem ihm die umfassendste Informationsquelle entzogen wird. Sie reisen nach Bukarest.
In Großbritannien erprobt Yulian währenddessen seine wachsenden Mächte und nimmt Kontakt zu seinem Schöpfer
Thibor auf. Er vernichtet die aufmüpfig gewordenen Überreste seines Onkels George, was ihm recht interessante
Einblicke in die Varianten der Tötung eines Vampirs gibt. Yulians Anwesen wird permanent von den Mitgliedern
des britischen E-Dezernates überwacht, um sein Entkommen zu verhindern. Leider gibt es mehr als nur unangenehme
Vorkommnisse für die Observierenden...
Harry Keogh löst sich aus der Umklammerung des Bewusstseins seines Kindes und geht weiteren Nachforschungen nach.
Er findet den Geist Thibor Ferenczys und lässt sich dessen Geschichte erzählen. Thibor berichtet wie er gegen
seinen Erzeuger Faethor und gegen das Fortschreiten seiner Vampirwerdung rebellierte und Faethor aus der Burg
vertrieb, um sie für sich zu beanspruchen. Faethor wurde von seinen Szgany, seinen Zigeunern, geborgen und
gepflegt, weil Thibor ihn fast vernichtet hatte. Eine unbändige Wut tobte in dem alten Wamphyri auf seinen
Nachkommen. Und Jahrhunderte später schuf Thibor Yulian Bodescu, den es nun zu dem alten Ding in der Erde zieht.
Harry erkennt, dass dieses Zusammentreffen unbedingt verhindert werden muss. Mit Hilfe seiner toten Freunde wird
Harry zu den Resten von Faethor Ferenczy geleitet, der ihm auch einen Teil der Geschehnisse berichtet. Faethor
erzählt, wie Thibor sich gegen ihn stellte und wie er sich in den folgenden Jahren verhielt. Thibor war
unvorsichtig, was letztendlich auch zu seinem lebendigen Begräbnis führte, an dem Faethor maßgeblich beteiligt
war. Harry erfährt außerdem, dass Thibor Yulian zu sich führen will, um dessen Körper zu besetzen und so selbst
wieder auf der Welt zu wandeln. Durch diese Nachricht zu höchster Eile angetrieben begibt sich Harry durch das
Möbius-Kontinuum zu Kyle, Quint und Krakovic, um sie von der Dringlichkeit der Angelegenheit zu unterrichten...
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„[...] Sie beschränkte sich auf seine Kiefer, die Zähne und auf
die Alptraumkonturen seines Gesichts. Er hatte vorher bereits ein wenig wie eine übergroße Fledermaus gewirkt –
oder manchmal wie ein Wolf, oder wie beides gleichzeitig – aber nun wurde die Ähnlichkeit immer überwältigender.
Er war weder Fledermaus noch Wolf, sondern eine Kreatur wie eine Kombination aus beidem. Der Mensch Faethor war
nur noch eine Hülle, eine Puppe, in der eine monströse Larve lauert. Doch jetzt war diese Hülle weiter
aufgebrochen. [...] Oh, und dann fühlte ich, wie die großen Zähne des Ungeheuers mit der Wucht von Hammerschlägen
meine Haut durchdrangen und meinen jugendlichen Parasiten festnagelten, so dass er sich in seiner Pein wand. [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Totenwache
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (8/10)
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Theo Dolgikh verhört den Briten Jason Cornwell, alias Mr. Brown,
erfolgreich und erfährt so, was es mit der Zusammenarbeit des sowjetischen und des
britischen E-Dezernates auf sich hat. Das wird den Verräter in den eigenen Reihen,
Iwan Gerenko, freuen, denn der strebt den Posten von Krakovic an.
Während dessen rüstet sich Yulian Bodescu in Großbritannien zur letzten Schlacht,
denn er fühlt, dass seine Feinde weiter vorrücken. Er erfährt von der Vernichtung
seines Wamphyri - Vaters, denn Kyle, Quint und Krakovic haben es geschafft, die
Bedrohung durch Thibor Ferenczy zu beseitigen.
Kyle will zurück nach London fliegen, um am Übergriff auf Bodescu mitzuwirken, fällt
aber unglücklicherweise in die Hände von Dolgikh, der ihn ins sowjetische E-Dezernat
bringt.
Die Observation von Yulian Bodescu gestaltet sich nicht ungefährlich, so das Mitglieder
des E-Dezernates ihr Leben verlieren. Mit seinen nekromantischen Fähigkeiten kann Bodescu
den Leichen lebenswichtige Informationen entreißen und erfährt von dem kleinen Harry Keogh
junior, dem Kind des Necroscopen und seinem Geheimnis.
Der Angriff auf das Anwesen des Vampirs wird eingeleitet und es gibt einige Verluste auf
Seiten der ESPer. Doch auch die Kreaturen Bodescus werden vernichtet geschlagen und alles
wird in einem gewaltigen Flammenmeer zerstört. Der Vampir selbst kann dank seiner Fähigkeiten
entkommen.
In Schloss Bronnitsy, dem Hauptquartier des sowjetischen E-Dezernats, wird
Alec Kyle mit allen maschinellen und menschlichen Mitteln buchstäblich leer gesaugt.
Daran ist eine ausgesprochen starke Telepathin, Zek Foener, beteiligt, die an späterer
Stelle noch Erwähnung finden wird. Kyle bleibt als Hülle zurück.
Die verbliebenen Briten und der Leiter des sowjetischen Dezernats werden an der Grenze
aufgehalten und man bereitet ihnen besondere Schwierigkeiten - der Verrat Gerenkos liegt
bereits in der Luft. Sie dürfen weiter reisen und gelangen in die Karpaten, um dort die
letzten Überbleibsel zu vernichten – Faethor Ferenczys Burg. Dolgikh ist ihnen wie ein
Bluthund gefolgt. Die Sprengung der Ruine gelingt, doch die Ausführenden finden unter
Dolgikhs Händen den Tod.
In Großbritannien hat Bodescu währenddessen Brenda Keogh und den kleinen Harry erreicht,
jegliche Sicherheitsmaßnahmen durch das E-Dezernat waren vergebens. Das Baby besitzt
allerdings ein Bewusstsein, da es mit seinem Vater einen Körper teilte und ruft die Toten
zu Hilfe. Harry junior bringt sich und seine Mutter in Sicherheit und entlässt den
Necroscopen aus seinem Geist. Bodescu wird von den Toden zerrissen, gepfählt, enthauptet
und verbrannt.
Und so schließt sich der Kreis, denn der körperlose Necroscope befindet sich im
Möbiuskontinuum, welches in unaufhaltsam in eine Richtung zieht. Harry Keogh besetzt den
Körper von Alec Kyle und findet erneut Zugang in die geheimsten Reihen des sowjetischen
Dezernates. Zek Foener, die bei Harrys Eintreffen zugegen ist, ist schon lange nicht mehr
von der Richtigkeit ihres Tuns überzeugt. Sie gibt keinen Alarm und Harry warnt sie dafür
vor der anstehenden Vernichtung. Der Necroscope kehrt zurück, um erneut den Kern der
sowjetischen ESP Macht zu zerstören.
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„[...] Dann kurvte die Lebenslinie Harry Juniors
mit einem Mal scharf nach der Seite weg. Das musste seine Flucht vor dem Vampir gewesen sein,
der Augenblick, in dem er zum ersten Mal selbständig das Möbius-Kontinuum betrat. Danach war
es zu einem unmöglichen Zusammenstoß gekommen: Eine andere blaue Lebenslinie, die bereits
trübe erschien und sich aufzulösen begann, prallte aus dem Nichts heraus auf seine. Wie
voneinander angezogen bogen sie sich aufeinander zu und vereinigten sich in einer blendenden
Neon-Explosion, um danach als einzige Linie weiter zu verlaufen. Ganz kurz spürte Harry die
Gegenwart oder eher das schwache Echo der Gegenwart – eines anderen menschlichen Geistes in
seinem eigenen. Dann war er verschwunden, und wieder allein in seinem Verstand. [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Dämonentor
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (9/10)
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In den Bergen des Urals versucht ein britischer Spion,
Michael „Jazz“ Simmons, hinter die Geheimnisse der dortigen sowjetischen Forschungsstation
zu kommen. Nach einem Zwischenfall, um ein unidentifiziertes Flugobjekt, von internationaler
Bedeutung will die westliche Welt mehr erfahren.
Simmons wird entdeckt, schwer verletzt und gefangenen genommen. Man gaukelt ihm vor, dass
er zu Hause sei und spritzt ihm Substanzen, die in dazu bringen, alle Informationen preis
zu geben. Nachdem er die Täuschung erkennt, wird er trotzdem weiter im Perchorsk Institut
gefangen gehalten. Er bekommt von Chingiz Khuv , einem führenden KGB Offizier und dessen
Schergen Karl Vyotsky, einem gewissenlosen, brutalen Schläger, das gesamte Institut gezeigt.
Man führt ihn zum Dämonentor – einer Verbindung zu einer anderen Dimension. Hier geschahen
auch die Zwischenfälle, die die Welt den Atem anhalten ließen. Durch das Tor war etwas
entkommen und hatte im Institut verheerende Zerstörung angerichtet. Seit dem wurden die
Vorsichtsmaßnahmen verstärkt und es gelang sogar etwas dieser fremden Materie einzufangen
und zu beobachten. Der zuständige Wissenschaftler ist jedoch Alkoholiker und zu unaufmerksam,
so dass es zu einem Zwischenfall kommt, der jedoch vorerst noch von ihm verborgen werden kann.
Zur gleichen Zeit in Großbritannien erhält der zurückgezogen lebende Harry Keogh Besuch von
Darcy Clarke, einem Mitglied von INTESP. Harry hat die vergangenen Jahre nach seinem Sohn und
dessen Mutter gesucht – erfolglos. Daran droht er zu zerbrechen, denn sie sind nicht tot aber
auch nicht lebendig, nicht in dieser Welt. Clarke will Harry zurück ins Team holen und erzählt
ihm vom Perchorsk Institut. Die Briten beziehen ihre Informationen über einen Gegenstand den
Simmons bei sich hat und der bisher unentdeckt blieb. Der Agent wusste nicht einmal, dass
seine Gefangennahme geplant gewesen war. Jedenfalls schafft es Clarke den Necroscopen zurück
zum E-Dezernat zu holen.
Im Ural beschließt man währenddessen Jazz Simmons durch das Tor zu schicken, von dem man
vermutet, dass es nachdem durchqueren keinen Weg zurück mehr gibt. Er ist nicht der erste,
den man hindurch schickt, auch Zek Foener wurde in die unbekannte Welt verbannt. Simmons
erhält seine Ausrüstung und wird zum Tor geführt. Dort kann er sich einer Waffe bemächtigen
und zwingt Vyotsky, der ihn brutal gequält hat, mit durch das Tor zu gehen, um eine Freundin
zu schützen.
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„[...] Als errate die Kamera Jazzs Bedürfnisse,
war sie zurückgefahren, um wieder den ganzen Mann zu zeigen. Er trug einen kurzen Lendenschurz,
hatte Sandalen an den Füßen und einen großen Ring aus gelblichem Metall in seinem Ohr. Seine
rechte Hand stak in einem Handschuh, der mit Stacheln, Stahlklingen und Haken gespickt war – eine
unglaublich brutale, mörderische Waffe! Danach hatte Jazz gerade noch Zeit zu bemerken, wie
schlank der Mann war, wie elegant seine fein ziselierten Muskeln spielten und dass sein Gang
dem Traben eines Wolfes glich, bevor er aus der Kugel auf den Steg hinaustrat – und dann ging
alles blitzschnell! [...]“
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Autor: Brain Lumley
Titel: Blutlust
Zyklus: Necroscope Reihe
Verlag: Festa Verlag
Bei Amazon bestellen
Besprochen von: Eileen Munkel
Bewertung:          (10/10)
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Nachdem Jazz Simmons den KGB Mann Karl Voytsky mit durch das
Tor gezogen hatte, saßen sie beide in der fremden unbekannten Welt fest. Simmons entfernte sich
von dem Tor, weil er die Ausweglosigkeit erkannte und einen anderen Ausgang suchen wollte. Voytsky
blieb verzweifelt am Tor zurück, doch nichts konnte ihn in seine Welt zurückbringen. Es konnten
lediglich Ausrüstungsgegenstände zu ihm geschickt werden, damit er eine Chance hat. Nachdem er
alles notwendige und ein Motorrad erhalten hatte nahm er die Verfolgung auf. Er erreichte Jazz
und griff ihn an, hatte aber die physikalischen Gegebenheiten dieser Welt nicht berücksichtigt.
Simmons entkam und wanderte weiter durch eine gespenstische Landschaft auf die Berge, und damit
der Sonne entgegen, zu. Er hatte Glück, das er zur richtigen Tageszeit ankam, sonst hätte er keine
Chance gehabt die Sonnenseite zu erreichen. Vorbei an einer unheimlichen Felsnadel, die wie eine
Burg anmutet erreichte er den Gipfel. Dort traf er auf Zek Foener, die einige Wochen vorher durch
das Portal geschickt wurde. Die völlig ausgehungerte Frau erzählt ihm nun, was sie von dieser Welt
und ihren Bewohnern weiß. Sie hatte damals weniger Glück und wurde von der einzigen Wamphyri Lady
dieser Welt gefangen genommen. Sie war nützlich für Lady Karen, weil sie die Gabe des Gedankenlesens
besitzt. Später erreichte Zek die Traveller, die Bewohner der Sonnenseite, die den Zigeunern der
Erde ähneln. Dort schloss sie Freundschaft mit einem Stammesführer, doch der ist zu dieser Zeit
unglücklicherweise nicht in Reichweite. Ein anderes Mitglied des Clans ist kein Freund von ihr und er spürt
Zek und Jazz auf. Arlek Nunesco will beide an den Wamphyri Lord Shaithis übergeben, um so Schutz
für seinen Clan zu erkaufen. Fast wären sie in die Hände des mächtigen Wamphyris gefallen, nur knapp
kam das Clanoberhaupt Lardis Lidesci ihnen zu Hilfe kommen. Lidesci nimmt sie mit sich und gemeinsam
machen sie sich mit dem Clan auf zu den Höhlen, wo sie die Nacht, die bald über die Sonnenseite
hereinbricht verbringen werden. Auf dem Weg erzählt Zek ihre ganze Geschichte und von den Eigenarten
dieser Welt.
Karl Voytsky hatte nicht so viel Glück, er blieb auf der Sternenseite und wurde bald von Shaithis in
seine Gewalt gebracht.
Und man erfährt vom Herrn des westlichen Gartens, der sich als scheinbar Einziger gegen die Wamphyri
behaupten kann und vor dem sie sogar Angst zu haben scheinen. Diese geheimnisvolle Kreatur scheint
sehr mächtig zu sein, obwohl sie noch nicht viele Jahre in dieser Welt bekannt ist. Und der Herr des
westlichen Gartens besitzt offenbar Verbindungen zu Jazz’ und Zek’s Welt...
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„[...] Wenn eine Felsenburg reparaturbedürftig ist oder
ausgebaut werden soll, züchten die Wamphyri Kreaturen, die aus lebendigem Vampirgewebe bestehen und
eine Lücke überbrücken – überwachsen –, die einen neuen Teil einer Wand bilden, oder gar eine ganze
Mauer. [...] Was ich damit sagen will ist Folgendes: Geht man durch eine Felsenburg, bewegt man sich
öfter zwischen verschmolzenen, in neuer Form erstarrten Knochen und der harten, zu Leder gewordenen
Haut von etwas, das einst Menschen waren. Und sollte man wirklich genau hinsehen – was man sehr schnell
zu vermeiden lernt – kann man noch die Formen von Rippenbögen, Hüftknochen, Wirbelsäulen und sogar ...
na ja, ich schätze das genügt, um Dir ein Bild zu verschaffen. [...]“
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