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„Elric von Melniboné – Die Saga vom Ende der Zeit“ wurde von Michael Moorcock verfasst und ist in meinen Augen ein großartiger
und auch andersartiger Fantasyzyklus. Moorcock beschreibt eindrucksvoll und komplex Elrics düstere Welt und die Aussichtslosigkeit
allen Seins.
Elric ist Herrscher einer alten Rasse, die ihr Leben auf der Dracheninsel verbringt und deren Kräfte fortwährend schwinden.
Seine Mutter starb bei seiner Geburt und er konnte nur mit Zaubermitteln gerettet werden und kann sich nur dadurch am Leben erhalten.
Der kränkelnde Albino verbrachte schon als Jugendlicher viel Zeit in der Bibliothek seines Vaters, er studierte alle Bücher und auch
das machte ihm zu dem was er ist. Er ist der Einzige seiner Rasse der das Dasein hinterfragt, der gewisse ethische Grundsätze verfolgt
und versucht, einen Sinn in Allem zu finden. Das bringt ihm bei Hofe einige Probleme, denn er verhält sich nicht traditionsgemäß und
Mancher mag ihm deshalb das Schwinden der Macht der Melnibonéer zu schreiben.
Elrics Handeln wird durch seine Liebe zu seiner Cousine Cymoril bestimmt, dass Problem dieser Verbindung ist Cymorils Bruder Yyrkoon,
der mehr einem der alten Herrscher gleicht und selbst nach dem Thron strebt.
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„[...] Cymoril blickte in Elrics bleiches Gesicht, das einen Augenblick lang durch aufzuckendes Himmelsfeuer erleuchtet wurde, und
sie spürte eine Kälte im Leibe, einen Frosthauch, der nichts mit dem Wind oder dem Regen zu tun hatte, denn in diesem Augenblick wollte
es ihr scheinen, als wäre der sanftmütige Gelehrte, den sie liebte, von den Elementen in einen höllenbesessenen Dämon verwandelt worden,
in ein Monstrum, das kaum noch menschliche Züge aufwies. Die roten Augen leuchteten im Weiß seines Schädels wie die Flammen der Höheren
Hölle; das Haar wurde empor gepeitscht zum Busch eines unheimlichen Kampfhelms, und der Mund schien im trügerischen Licht des Unwetters
wie in einer Mischung aus Zorn und Qual verzerrt zu sein. Plötzlich erkannte Cymoril die Wahrheit. Sie erkannte mit innerer Klarheit,
dass dieser morgendliche Ritt der letzte Augenblick des Friedens war, den sie beide je erleben würden. Das Unwetter war ein Zeichen
der Götter – eine Warnung vor kommenden Stürmen. [...]“
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Yyrkoons Intrigen kosten Elric fast das Leben aber der Totgesagte kehrt mit Hilfe des Herrn der Wassergeister zurück. Er ringt sich
dazu durch ein wirklich grausames und traditionelles Urteil über Yyrkoon zu fällen, doch Dieser entkommt und entführt Cymoril. Elric
beschwört seinen Patendämon den Chaoslord Arioch, um Hilfe zur Rettung seiner Geliebten zu erhalten. Ein Zauber den nicht einmal Yyrkoon
wirken konnte, obwohl nur er Elric auf diesem Gebiet ebenbürtig ist. Elrics Abenteuer beginnen nun und er soll ab da nie mehr wirklich
zur Ruhe kommen. Er durchschreitet fremde Dimensionen, um seinem Cousin gegenüber treten zu können und Cymoril zu retten. Dabei
bemächtigt er sich der legendären Klinge Sturmbringer und tritt Yyrkoon gegenüber der Sturmbringers Bruderschwert Trauerklinge
besitzt. Diesen Kampf gewinnt Elric und er unterwirft Yyrkoon.
Aber das ist nicht das Ende der Intrigen, denn Elric entschließt sich dazu die jungen Königreiche zu bereisen, um zu lernen und zu
verstehen. Er lässt Yyrkoon als Regenten in Imrryr, der träumenden Stadt, zurück, doch wie blind er war, soll er erst später erfahren...
Sturmbringer wird zu Elrics Schicksal werden, denn das Runenschwert wird zum kraftspendenden aber auch schmerzbringenden Begleiter durch
die jungen Königreiche. Er wird nicht überall freundlich empfangen, ihm wird Spionage unterstellt und das erfordert seine Flucht.
In seiner aussichtslosen Lage gelangt er auf ein Schiff das durch die Dimensionen segelt und das schon auf ihn gewartet hat.
Elric komplettiert die vorhandenen Krieger, bei denen es sich um „normale“ Kämpfer und drei Inkarnationen des ewigen Helden handelt.
Elric erfährt, dass auch er eine solche Inkarnation ist und beteiligt sich an der geheimnisvollen und gefährlichen Mission.
Zurück in seiner eigenen Zeit erfährt er von Yyrkoons Verrat und nimmt auf schreckliche Weise Rache, was die Zerstörung von Imrryr
zur Folge hat. Doch ein anderer Verlust ist für Elric viel schmerzvoller – Cymorils Tod.
Heimatlos und einsam bleibt er zurück und nur Sturmbringer ist bei ihm...
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„[...] Er erreichte es und legte die Finger um den Griff. Sofort schmiegte es sich in seine Hand, und Elric spürte, wie die Kraft
langsam in seinen schmerzenden Körper zurückströmte. Dann erkannte er, dass er und das Schwert aufeinander angewiesen waren: zwar
brauchte er die Klinge, doch benötigte Sturmbringer wie ein Parasit auch einen Träger – ohne führende Hand war die Klinge machtlos.
„So sind wir denn aneinandergefesselt“ sagte Elric verzweifelt. „Verbunden durch Ketten, die aus der Hölle stammen, und
schicksalsträchtige Umstände“. So soll es denn sein, so sollen denn die Menschen Grund zum Zittern und zum Fürchten haben, wenn
sie die Namen Elric von Melniboné und seines Schwertes Sturmbringer hören. Wir sind von gleicher Art – Produkte eines Zeitalters,
das von uns gewichen ist. Geben wir dieser Zeit einen Grund, uns zu hassen!“[...]“ |
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