Rezensionen • Draconian Measures
Autor: Margaret Weis & Don Perrin
Titel: Draconian Measures - Kang's Regiment, Volume II
Zyklus: Dragonlance The Chaos War
Verlag: Wizards of the Coast

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Besprochen von: Andreas Meixner
Bewertung: (9/10)
Von der Rückseite des Buches:

"Das Pionier-Bataillion, das wir schon aus "The Doom Brigade" kennen, ist auf der Suche nach einem sicheren Hafen für ihre kostbare Ladung junger Drakonier. Alles was sie tun müssen, ist am Leben zu bleiben. Sicherlich, das sollte nicht all zu schwierig sein. Doch Kommandant Kang rätselt über einem dunklen Mysterium: Warum verschwinden einige seiner Leute? Kommandant Kang muss "Drakonische Massnahmen" ergreifen, um seine Gegner zu besiegen und seine Rasse zu retten. Diese sollten besser ausreichen - Das Schicksal seiner gesamten Rasse liegt auf der Waagschale."


Einige Jahre nach dem Chaoskrieg und der Bergung der Eier der weiblichen Drakonier. Die Eier sind ausgebrütet und die jungen Drakoniermädels fast ein Jahr alt und so gut wie ausgewachsen.

Kommandant Kang's Regiment ist auf dem Weg nach Teyr, einer alten Stadt, die früher mal von Zwergen bewohnt worden ist und von der nur noch einige Mauerreste und Turmruinen stehen sollen. Und sie sind ständig auf der Flucht Denn ihre Reise wird von ständigen Angriffen durch Goblins und Hobgoblins, die die Drakonier ohne Unterlass verfolgen und angreifen, behindert und verzögert.

"Träumst Du davon, am Feuer sitzend alt zu werden?" fragte Kang. "Alt, faltig und grau-haarig? Mit Enkelkindern, die auf Deinem Schoss sitzen?"
"Nein Kang, ich nicht. Aber Du!".
Kang setzte hin hin zum Nachdenken und um die ersten Anzeichen eines kalten grauen Tages zu beobachten. Schicksal, dieser leuchtende Stern war in seinen Gedanken noch immer vorhanden. Aber er war weit entfernt, viel weiter als jeder reelle Stern am wolkenverhangenen Himmel. Zwischen ihm und seinem Traum von einer Zukunft für sein "Volk" stand eine Armee aus Goblins, trainiert von einigen der besten Kriegern ganz Ansalons.


Kang ist wie jeder "Vater" bemüht, all dies so weit wie nur möglich von den "Kindern" fern zu halten, und sie so behütet wie nur irgend möglich aufwachsen zu lassen. Dabei übersieht er jedoch, dass die Weibchen längst ihren eigenen Kopf haben, ihre Talente und Fähigkeiten austesten und natürlich mitkriegen, dass die Pioniere auf verlorenem Posten stehen. Und diese angeborene Neugier wird sich noch als sehr hilfreich erweisen.

Eine Unterhaltung zwischen Kang, Slith und einer Frau: (frei übersetzt, damit nicht zu viel verraten wird!):

"Die Wunden geleckt?" Kang war auf seinen Beinen, entsetzt. "Aber der Speichel von Kapaks ist giftig! Wir müssen etwas unternehmen!" Er schaute zu Slith, der nur den Kopf schüttelte.
"Keine Chance Sir! Es gibt kein Gegengift, von dem ich wüsste. Eigentlich sollte sie jetzt schon tot sein!"
Sie: "Du meinst, Ihr habt es wirklich nicht gewusst?"
Kang: "Was gewusst?"
Sie:"Na, dass der Speichel von WEIBLICHEN Kapaks nicht giftig ist. Ganz im Gegenteil, er scheint eine heilende Wirkung zu besitzen."
Kang und Slith starrten sie bloss an.
Sie: "Verdammt soll ich sein! Ich habe ja schon einige "Männer" erlebt, die sich dumm anstellen, wenns um Frauen geht, aber Ihr Jungs stellt wirklich alles in den Schatten!"


Als jede Hoffnung verloren scheint, kommt unerwartete Hilfe in Form von einigen Tausend Drakoniern, die sich unter dem Kommando von General Maranta eine Bastion in den Bergen bei Khur aufgebaut haben. Auch alte Bekannte begegnen unseren Protagonisten. Aber halten die neuen und alten Freunde, was sie vesprechen?

"Draconian Measures" schildert sehr beeindruckend, wie die Drakonier um Kang für den Erhalt und die Zukunft ihrer Rasse kämpfen und schält im Verlauf auch sehr logisch und vorsichtig die Unterschiede zwischen männlichen und weiblichen Drakoniern heraus. Hierbei haben Perrin/Weis auch nicht auf den - in meinen Augen vorsichtigen - Einsatz von Vorurteilen und Klischees verzichtet.

Alles in allem kann ich das Buch nur empfehlen, auch weil es wie schon Kang's Regiment (Die Erben der Drachenlanze 3 + 4) Drakonier mal von einer anderen Seite zeigt, denn als blutrünstige und gnadenlose Schlächter, eine überzeugende Storyline an den Tag legt und ich es kaum mehr aus der Hand legen konnte, als ich es erst mal zu lesen angefangen hatte.

Neun Drachen, weil es doch noch das eine, oder andere Buch gibt, das etwas besser ist und zehn Drachen für diese reserviert bleiben sollten.

Drachenlanze.de / Rezension: Meixi