Rezensionen • Drachenzwielicht
Autor: Margaret Weis & Tracy Hickman
Titel: Drachenzwielicht
Zyklus: Chronik der Drachenlanze 1
Verlag: Goldmann

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Besprochen von: Wächter
Bewertung: (10/10)

Vor fünf Jahren haben sich sechs Freunde getrennt, um überall in Ansalon und Solamnia nach einem Zeichen der uralten Götter zu suchen. Diese Götter hatten sich vor 300 Jahren von Krynn abgewandt und jeden Kontakt mit den dort lebenden Wesen abgebrochen. Die Bewohner Krynns nannten diesen Umbruch die Umwälzung. Da die Götter bei ihrem Verschwinden einen riesigen Berg auf eine Stadt fallen ließen, der das ganze Land spaltete und es neu formte.

Jetzt kehren jene sechs Freunde nach Solace, der Stadt auf Bäumen, zurück. Es ist Tanis, der Halb-Elf, Sturm Feuerklinge, der Ritter von Solamnia, Raistlin, der Magier, Caramon, sein Zwillingsbruder, Flint Feuerschmied, der Zwerg und Tolpan Barfuß, ein Kender. Denn obwohl die Götter solch Unglück über die Rassen Krynns gebracht hatten, war es die Schuld eines Mannes, der damals die Götter provozierte und somit die Katastrophe heraufbeschwörte.

Die Gefährten sahen, dass Schreckliches im Lande umging. Ein neuer Glaube breitete sich aus und machte kurzen Prozess mit jenen, die nicht diesen Glauben teilten. Doch alle Suche war vergebens. Keinen von ihnen war es gelungen, ein wahres Zeichen der Götter zu finden. Es war einfach zu lange her, dass sie fort gingen. Erfolglos trafen sie sich in der Gaststätte "Zur letzten Bleibe" in Solace. Um ihre Erlebnisse auszutauschen und in der Hoffnung etwas von den anderen zu hören, die mehr Erfolg gehabt haben könnten. So kamen sie zu Otik, dem freundlichen Wirt und zu seiner Ziehtochter Tika Waylan, mit denen sie beide befreundet waren. Sie setzten sich in einer Ecke nahe dem Kamin und begrüßten sich aufs herzlichste. Doch als der letzte der Gefährten, Sturm Feuerklinge, im Gasthaus eintraf, brachte er zwei Reisende mit, die alles, was in ihren Leben vorher Ordnung hatte, von nun vollständig ändern sollte.

Sie begrüßten Sturm und baten ihn seine Erlebnisse zu schildern. Dabei erfuhren sie, dass die siebente Gefährtin Kitiara, Caramons und Raistlins Halbschwester, nicht zum Treffen erscheinen würde. Ein alter Mann erzählte währenddessen im Gasthaus Kindern eine Geschichte über die uralten Götter. Hederick, der Oberste Theokrat, hörte dies mit großem Unbehagen. Aber er hielt sich noch zurück, denn das war ein verwirrter alter Narr, der nur Geschichten erzählte. Doch da meldete sich einer der beiden Reisenden, die Sturm mitgebracht hatte, zu Wort. Es war Goldmond, eine wunderschöne Barbarin aus den Ebenen, sie trug einen Stab mit einem blauen Kristall, der später noch extrem wichtig werden würde. Sie fragte den alten Mann, ob diese Geschichten wahr wären, denn sie glaube ebenfalls an diese Geschichten. Er bejahte ihre Frage und die Kinder sahen in ihr eine neue Geschichtenerzählerin und baten sie eine Geschichte über die Götter zu erzählen. Doch der alte Mann sprang erneut ein und erzählte etwas über Huma, den größten Ritter, den es auf Krynn je gegeben hat. Dies war nun endgültig für Hederick zu viel. Betrunken wie er war, befahl er, den alten Mann und die Barbarin einzusperren, da sie die Jugend mit ihren Geschichten gefährden würden. Außerdem verlangte er nach den Kristallstab, den Goldmond bei sich trug. Denn ein oberster Befehl lautete, alle Stäbe in etwa solcher Größe und Form zu konfiszieren. Ungeschickt griff er nach dem Stab der Barbarin. Doch ihr Reisegefährte Flusswind, ein riesiger Barbar mit schwarzem Haar gab ihm einen Schubs in die andere Richtung, damit er Goldmond nicht berühren konnte. Der Schubs war nicht grob oder heftig, aber der betrunkene Hederick konnte sein Gleichgewicht nicht halten und so stolperte er ins Feuer und verbrannte sich sein Fleisch. Er schrie vor Schmerzen und jaulte und wendete sich auf dem Boden. Goldmond, die sehr warmherzig war, hatte Mitleid und wollte dies ungeschehen machen. Sie ging zu ihm hinüber und hielt ihren Kristallstab über das verbrannte Fleisch. Er leuchtete auf und seine Wunden schlossen sich. Dies war echte heilende Magie. So etwas war seit der Umwälzung nie wieder auf Krynn gesehen worden. Aber anstatt dankbar zu sein, rief Hederick nach den Wachen. Sie sollten alle, die mit den Kristallstab etwas zu tun hatten, gefangen nehmen. Und unglücklicherweise betraf dies auch die sechs Gefährten. In den Wirren des Tumults führte Tika Waylan die Barbaren und die sechs Gefährten zum Hinterausgang, der ein Loch im Boden darstellte, und vom Vallenholzbaum auf den Boden führte.

Damit begann ein Abenteuer, das Margaret Weis und Tracy Hickman kaum besser hätten beginnen können. Ich bin und bleibe ein Fan dieser Serie.

Drachenlanze.de / Rezension: Wächter