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Die Irda sind schöne Wesen und es ist schwer, solche
Schönheit zu beschreiben. Sie sind groß, schlank und zartgliedrig
und haben große, leuchtende Augen. Sie lieben die Abgeschiedenheit
und Einsamkeit. Sie mögen es nicht einmal, längere Zeit zusammen
zu sein. Irda vereinigen sich mit anderen Irda nur einmal im Leben
zum Zweck der Fortpflanzung. Diese Erfahrung ist traumatisch für Männer
wie für Frauen, denn sie kommen nicht aus Liebe zusammen. Ein magischer
Vorgang namens Valin zwingt sie dazu. Der Valin, den die
Ältesten der Rasse geschaffen hatten, um das Fortbestehen der Irda
zu sichern, bringt die Seele eines Irda dazu, von der Seele eines anderen
Besitz zu ergreifen. Es gibt keinen Ausweg, keine Verteidigung, keine Wahl.
Wenn zwischen zwei Irda der Valin herrscht, müssen die beiden
ein Paar werden oder sich vom Valin derart quälen lassen, daß
es zu ihrem Tode führen kann. Sobald die Frau empfangen hat, ist der
Valin aufgehoben, und die zwei gehen getrennte Wege, nachdem sie
miteinander abgesprochen haben, wer für das Wohlergehen des Kindes
verantwortlich ist. Die Erfahrung der Fortpflanzung ist für die Irda
so entsetzlich, daß sie selten öfter als einmal im Leben geschieht.
Deshalb werden bei den Irda stets nur wenig Kinder geboren. Die Irda hatten
nach ihrer Erschaffung jahrhundertelang auf dem Kontinent Ansalon gelebt.
Dennoch wußten nur wenige Mitglieder der anderen, größeren
Rassen von ihrer Existenz und somit hatten sie schon immer Stoff für
Legenden und Märchen geliefert. Die Irda, so wollten es die Legenden,
waren Oger, die dem Zorn der Götter entkamen und deshalb ihre Schönheit
nicht verloren haben. Zudem haben sie all ihre Künste und magischen
Kräfte behalten. Weil sie so mächtig und so schön und so
begnadet waren, mischten sich die Irda nicht unter den Rest der Welt.
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