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Stahl Uth Matar Feuerklinge war das Ergebnis einer einzigen Nacht zwischen
Kitiara und Sturm. Beide reisten gemeinsam und Kitiara wollte Sturm vor
Augen führen wie leicht er zu verführen ist. Sturm war sehr beschämt,
erfuhr aber bis zu seinem Tod nicht, daß er einen Sohn hat. Kitiara
gelangte auf Reisen in eines kleines Dorf nahe Palanthas und brach auf
der Schwelle von Sara Dunstan, einer jungen Weberin, deren Eltern an der
Pest gestorben waren, zusammen. Sara holte die Dorfdruidin und Kitiara
erfuhr, daß sie schwanger war. Sie durchlebte eine schwere Schwangerschaft
und konnte das Kind nicht entfernen lassen, denn das wäre ihr Tod
gewesen. Also trug sie es aus und gewann den kleinen kräftigen Jungen
lieb. Doch Kit war nicht für ein Leben als Mutter bestimmt und ließ
das Kind in Saras Obhut. Stahl wuchs heran und Kitiara schickte Geld und
Geschenke. Sara sah das Dunkle in dem Kind, denn er nahm die Kriegsspiele
sehr ernst und verletzte dabei auch andere Kinder. Deshalb erzählte
sie ihm Geschichten über die Ritter von Solamnia und ihre Heldentaten.
Sie befürchtete das Kit ihn zu sich holen würde und zog mit ihm
nach Palanthas, um sich dort zu verbergen. Als die Drachenfürstin
starb atmete Sara auf. Doch als Stahl zwölf war, kam Ariakan und nahm
Stahl in den Orden der dunklen Paladine auf. Sara folgte ihrem Sohn, denn
als solchen betrachtete sie ihn, um ihn vor dem Bösen zu retten. Kurz
vor Stahls Weihe zum Ritter der Takhisis reiste sie zu Caramon, damit er
den jungen Mann zur Gruft seines Vaters begleiten sollte. Stahl wußte
nicht, daß Sturm Feuerklinge sein Vater war. Gemeinsam mit Tanis
entführten Sara und Caramon Stahl und brachten ihn zum Turm der Oberkleriker.
Stahl wanderte ungehindert zwischen den solamnischen Rittern herum, denn
sie sahen in ihm einen der ihren und der Totenkopf auf seiner Rüstung
blieb ihnen verborgen. In der Gruft übergab Sturm seinem Sohn sein
Schwert und das Sternenjuwel, ein Symbol des Guten, den er einst von Alhana
Sternenwind erhalten hatte. Daraufhin war Stahl enttarnt und wurde angegriffen.
Tanis und Caramon verteidigten ihn und die Flucht gelang. Trotz des Zeichens
kehrte Stahl zu Ariakans Truppen zurück und nahm die Weihe an. Aber
ihm war es erlaubt das Sternenjuwel zu tragen, und das Schwert seines Vaters
zu schwingen. Allerdings konnte niemand der sich Takhisis vollständig
verschrieben hatte das Juwel berühren. In Stahl tobte eine ständige
Aufruhr, denn seine Eltern waren so grundverschieden gewesen, daß
sie in ihm nicht zu einem wurden, sondern ihn ständig von einer Seite
zur anderen zogen. Bevor Ariakans Ritter die Stadt Kalaman angriffen, stießen
sie auf eine kleine Patrouille der Ritter von Solamnia und besiegten sie
ohne Probleme. Palin Majere war der einzige Überlebende und traf mit
Stahl zusammen. Durch die Ehrenschuld, die gegenüber Palins Vater
Caramon, zu begleichen war, wurde es Stahl gestattet, Palins tote Brüder
Tanin und Sturm nach Hause zu bringen. Er sollte auch seinen Gefangenen
Palin zum Turm von Wayreth begleiten, denn im Austausch gegen Palins Leben
forderte die Nachtmeisterin Lillith, daß die Magier ein Portal zum
Abgrund öffnen sollten. Sie wollte beide in den Tod schicken, denn
sie wußte, daß die Magier diese Forderung nicht erfüllen
können. Ihre Vision, die jedem Ritter der Takhisis zuteil wird, hatte
ihr gezeigt, daß durch Palin und Stahl die Ritterschaft unter ihrer
finsteren Majestät fallen würde. So reisten die beiden nach Solace
und dann nach Palanthas, wo im Turm der Erzmagier ein Portal sein würde.
Gemeinsam durchquerten sie den gefürchteten Eichenwald von Shoikan,
was bisher nur sehr wenigen ohne Schutzzauber gelungen war. Palin betrat
das alte Arbeitszimmer seines Onkels Raistlin mit Tolpan Barfuß und
als Stahl einen Moment zögerte schlug die Tür zu. Da er sie nicht
öffnen konnte, kehrte er zu seinem Herrn zurück, um seine gerechte
Strafe entgegenzunehmen. Ariakan gab ihm die Möglichkeit sich zu verteidigen,
doch Stahl nutzte sie nicht. Seine Hinrichtung, die er als gerechte Strafe
für das entkommenlassen der weißen Robe empfand, wurde nicht
sofort durchgeführt. Er durfte am Sturm auf den Turm des Oberklerikers
teilnehmen und führte die erste Abgriffswelle an. Das war seine Möglichkeit,
einen ehrenhaften Tod im Kampf zu finden. Aber diese Hoffnung erfüllte
sich nicht. Er sah Tanis den Halbelfen sterben, getroffen von einem Speer,
die für ihn bestimmt gewesen war. Stahl überlebte und begab sich
freiwillig in die Gefangenschaft zurück. Er mußte genauso im
Steinbruch arbeiten, wie die Ritter von Solamnia, die gefangengenommen
worden waren. Jede Behandlung, die ihn bevorteilt hätte, lehnte er
ab. Als der Tag seiner Hinrichtung gekommen war, blickte er dem Tod schon
fast sehnsüchtig entgegen, denn so hätte sein innerer Kampf ein
Ende gefunden. Palins plötzliches Auftauchen rettete ihn jedoch. Aber
er tappte in die Falle, die ihm die Nachtmeisterin gestellt hatte, um Ariakan
davon zu überzeugen, daß beide den Tod finden müssen. Stahl
suchte Palin in seinem Gefängnis auf. Doch dann kamen die Vorboten,
die Vater Chaos‘ Armeen ankündigten. Die Nachtmeisterin starb und
Stahl war wieder bei seiner alten Einheit. Ariakan hielt diese Truppe zurück,
eine Anweisung von Takhisis persönlich, wie er meinte. Alle fanden
den Tod, auch Stahls Vorgesetzter, so daß er das Kommando führte.
Seine Mutter führte ihn ein letztes Mal in Versuchung aber er widerstand
und blieb bei seinen Männern. Gemeinsam führte er sie mit den
Gefangenen Rittern von Solamnia in die Schlacht gegen Vater Chaos. Silberne
und blaue Drachen zogen mit ihnen. Als Palin seinen mächtigen Zauber
wirkte, griff Stahl auf seiner treuen Drachendame Flamme an. Er verletzte
Vater Chaos, bevor ihn der übermächtige Gott zu Boden fegte. Als
Stahl ein letztes Mal zu sich kam, war der Vater der Götter besiegt.
Seine letzten Worte waren Est Sularis oth Mithas – Die Ehre ist mein Leben.
Er wurde im Grabmal der letzten Helden nahe Solace Seite an Seite mit Tanis
und Rittern aus allen Orden beigesetzt.
Zitat
"„Du hast recht, Mutter“, sagte Stahl ruhig. „Ich habe bereits alles verloren.
Ich habe meine Göttin verloren, meinen Herrn, meinen Traum. Ich habe
alles verloren“ – seine Hand glitt zu dem Juwel, das er unter der schwarzen
Rüstung verborgen um den Hals trug – „außer dem, was in mir
ist.“ [...] Stahl stand unentschlossen da. In ihm tobte ein Kampf, ein
Kampf, den er seit dem Tag seiner Geburt jede Minute ausgefochten hatte.
Im Fackellicht stand er mit gesenktem Kopf unter dem sternenlosen Himmel,
während die kriegführenden Armeen aufeinanderprallten, beide
Seiten ihn verwundeten und aus seiner Seele ein Schlachtfeld machten."
- Drachenfeuer -
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