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Lord Soth war ein ehrbarer Ritter von Solamnia der vor der Umwälzung
lebte. Er fiel jedoch in Ungnade, weil er sich in eine wunderschöne
Elfenklerikerin verliebte und sie schwängerte, denn er war verheiratet.
Von seinen treuen Untergebenen ließ er seine Frau ermorden und heiratete
die Elfe. Als seine Taten ans Licht kamen blieb sie ihm treu. Doch er war
launisch geworden, ihm fehlte es an Selbstdisziplin und er trat den Maßstab
mit Füßen. Seine Frau betete für ihn und bat um eine Aufgabe
zur Sühne. Lord Soth wurde die Macht gegeben die Umwälzung aufzuhalten,
und gestärkt durch die Liebe seiner Frau zog er nach Istar, um seine
Ehre wieder herzustellen. Auf der Reise wurde er von Elfenfrauen begleitet,
die von seiner Tat wußten und ihm schaden wollten. Sie erzählten
ihm, daß seine Frau während seiner Abwesenheit untreu wäre.
In seiner Eifersucht stürmte er nach Burg Dargaard zurück und
beschuldigte das Elfenmädchen der Untreue. In diesem Moment begann
die Umwälzung und die Elfe und das Kind wurden unter einem Kerzenleuchter
begraben und verbrannten. Doch bevor sie starb verfluchte sie ihn und verdammte
ihn zu einem ewigen Leben. Soth und sein Gefolge starben im Feuer, doch
sie wurden schrecklich wiedergeboren. Jahrhunderte vergingen in Burg Dargaard
und jede Nacht erzählten die Geister der toten Elfenfrauen, die ihn
ins Unglück gestürzt hatten, die selbe Geschichte. Der Ritter
trug nach wie vor eine Rüstung der Ritter der Rose, doch sie war vom
Feuer geschwärzt worden. In seiner schrecklichen Erscheinung jagte
er sogar furchtlosen Kendern einen kleinen Schauer über den Rücken.
Im Krieg der Lanze spielte er als Kitiaras Untergebener eine wichtige Rolle.
Er bewunderte die zielstrebige Menschenfrau, verlor aber seine eigenen
Ziele nicht aus dem Blick. Nach dem Krieg versuchte er auf Kitiaras Geheiß
die Klerikerin Crysania zu töten, das mißlang jedoch. Er benutzte
hierzu einen mächtigen Zauber, nämlich das Wort der Macht Tod
und nur Paladin selbst konnte Crysania davor retten. Aber auch im Tod zeigte
sich der Ritter ehrenhaft, denn bei dem Kampf gegen Fußvolk stieg
er von seinem Nachtmahr, und waren seine Gegner unbewaffnet, so zog er
nicht sein Schwert. Lord Soth hatte sich in den Kopf gesetzt Kitiara an
seiner Seite zu haben, und um dieses Ziel zu erreichen ließ er nichts
unversucht. Die dunkle Herrin wußte allerdings nichts von seinen
Ambitionen. Erst als sie im Turm der Erzmagier im Sterben lag erkannte
sie ihr zukünftiges Schicksal. Soth nahm ihre unsterblichen Überreste
mit sich.
Zitat
"Lord Soth blieb stehen. Er kniete sich neben den Körper. Aber er
schien ihn nicht berühren zu können, als ob er von einer unsichtbaren
Kraft zurückgehalten würde. Er richtete sich auf, wandte sich
um, und seine orangenen Augen flammten in der Dunkelheit unter seinem Helm.
„Gib sie mir frei, Tanis, Halb-Elf“, sagte eine hohle Stimme. „Deine Liebe
bindet sie. Gib sie auf.“ [...] „Sie verstanden? Sie bewundert! Wie ich
war sie zum Herrschen geboren, zum Erobern geboren! Aber sie war stärker
als ich. Sie konnte die Liebe beiseite werfen, die sie in Ketten zu legen
drohte.“ [...] Die hohle Stimme hallte im Raum wider, und ihre Leidenschaft
und ihr Haß ließen Tanis zusammenfahren. [...] „Du hast das
Leben Halb-Elf. [...] Ich warf es fort und wählte ein Leben in der
Dunkelheit anstatt im Licht. Wirst du mir folgen? Wirst du alles, was du
hast, wegwerfen für eine, die sich vor langer Zeit entschieden hat,
auf den Pfaden der Nacht zu wandeln?“"
- Caramons Rückkehr -
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