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Nachdem Flint, Tolpan, Laurana, Gilthanas, Elistan, Sturm und Derek Kronenhüter
eine Kugel der Drachen erobert hatten, flohen sie mit dem Schiff aus Eismauer.
Während der Fahrt wurden sie von dem weißen Drachen Sleet gejagt, der ihr Schiff
mit seinem eisigen Atem an den Klippen des südlichen Ergods zerschellen ließ.
Laurana und Gilthanas gelang es, den frustrierten Drachen zu vertreiben. Doch
die Gefährten waren nicht willkommen, denn es herrschte ein fast kriegsähnlicher
Zustand zwischen den Qualinesti- und Silvanestiflüchtlingen und den Kagonesti,
die dieses Land ursprünglich besiedelt hatten.
Gilthanas wurde von dem Anführer der Silvanestipatrouille niedergeschlagen, erst
als Laurana von der Drachenkugel erzählte und ihre königliche Herkunft preisgab
durfte der Gruppe passieren.
Silvara, die zu den Wildelfen gehörte, schien druidische Fähigkeiten zu besitzen,
denn sie begann sich um den verletzten Gilthanas zu kümmern und versorgte seine
Wunden. Sie wirkte auf die Gefährten sehr verwahrlost und schien der Bedeutung
ihres Namens - silberhaarig - kaum gerecht zu werden.
Nach dem Zerwürfnis zwischen Laurana und der Stimme der Sonnen, beschloss die
Elfenprinzessin mit der Kugel der Drachen zu fliehen, um die Reise nach Sankrist
fortzusetzen. Silvara bot ihr Hilfe an, wobei ihre Motive im Dunklen blieben.
Doch Laurana musste ihr vertrauen, denn der Weg zum Gebirge führte durch
Kagonesti-Land. Theros Eisenfeld, ehemals Schmied in Solace, schloss sich der
Gruppe an, nachdem er Tolpan und die Ritter von der „Gastfreundschaft“ der Elfen
befreit hatte. Entgegen Lauranas Erwartungen kam Gilthanas der Gruppe nach, obwohl
er im Grunde entsetzt war, dass Laurana ihrem Vater der Kugel entwendet hatte. Doch
er erkannte das gemeinsame Vorhaben als richtig an und fühlte sich außerdem zu der
geheimnisvollen Wildelfe hingezogen.
Die Gruppe machte sich unter Silvaras Führung auf den Weg und nur um ihretwillen
durften sie das Land durchqueren. Die faszinierten Blicke, die der Elfenlord und
die Wildelfe austauschten wurden für alle immer offensichtlicher. Und auch Lauranas
Misstrauen wuchs beständig, weil sie Silvaras Absichten nicht ergründen konnte.
Eines Nachts schlich Gilthanas aus dem Lager und folgte den plätschernden Geräuschen.
Überwältigt sah er der badenden Kaganesti zu, deren Haar im Mondlicht wie
geschmolzenes Silber glänzte. Sie erschrak über seine Anwesenheit doch er konnte
sie beruhigen und begann von seinen Ängsten und Gefühlen zu sprechen. Sie gestanden
sich gegenseitig ihre Liebe, obgleich Silvara dabei gequält wirkte.
Die Reise wurde fortgesetzt und die Verfolger aus den Reihen der Elfen kamen stetig
näher. Silvara entschied, dass es das Beste wäre die Gefährten trennen. Sturm und
Derek Kronenhüter machten sich mit der Drachenkugel auf den Weg nach Sankrist. Die
Anderen versuchten die Verfolger auf ihre Fährte zu locken und so fehlzuleiten.
Silvara führte sie nach Osten über das Gebirge bis zu einem nebelbedeckten Tal. Sie
betraten das früher legendär schöne Nebelhafen, überquerten die marmorne Gangbrücke
und erreichten Humas Grabmahl. Dort warf Silvara einen Schlafzauber, dem nur Tolpan
entging. Der vorwitzige Kender machte sich sogleich daran, das Gebäude zu erkunden
und ließ die unglücklich klagende Wildelfe zurück. Er stieß hierbei auf den tot
geglaubten Magier Fizban, der mit ihm zu den Schlafenden zurückkehrte. Fizban und
Silvara schienen sich zu kennen und ihre Verzweiflung wurde immer offenkundiger,
denn sie hatte einen Eid gebrochen und Menschen an diesen heiligen Ort gebracht.
Fizban überließ sie der Wahl, die sie im Herzen schon getroffen hatte und nahm
Tolpan mit sich.
Nun offenbarte Silvara ihr Geheimnis. Gilthanas wurde von Schmerz und Schock
überwältigt, denn jetzt verstand er, woher die Bitterkeit in Silvaras Liebe zu ihm
kam. Sie hatte sich als silberner Drache zu erkennen gegeben.
Das Bruchstück der Drachenlanze, welches die Gefährten aus Eismauer mitgenommen
hatten und noch bei sich trugen, wurde Theros Eisenfeld übergeben. Silvara gab ihm
die Kraft, die Drachenlanze neu zu schmieden.
Zitat
"Gilthanas trat einen Schritt vor. „Silvara ich liebe Dich“, sagte er leise.
„Du scheinst so einsam zu sein, so wie ich. Bitte, Silvara, du wirst nie mehr einsam
sein. Ich schwöre dir ...“ [...] Zu spät erkannte die wilde Damhirschkuh, dass sie
in der Falle saß. Nicht wegen der Arme des Mannes – sie hätte sich mühelos aus seiner
Umarmung befreien können. Es war ihre eigene Liebe zu diesem Mann, in die sie verstrickt
war. Das seine Liebe zu ihr tief und zärtlich war, besiegelte ihr Schicksal. [...] Ihre
Lippen waren sanft und erwartungsvoll. Dann schmeckte Gilthanas eine salzige Träne auf
seinen Lippen. Er wich zurück, erstaunt, sie weinen zu sehen. „Silvara, nicht. Es tut
mir leid...“ Er ließ sie frei. „Nein!“ flüsterte sie, ihre Stimme war heiser. „Ich weine
nicht, weil ich mich vor Deiner Liebe ängstige. Es ist wegen mir. Du kannst es nicht
verstehen.“"
- Drachenwinter -
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