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Par-Salian war zur Zeit des Krieges der Lanze das Oberhaupt der Versammlung
der Magier. Er war ein mächtiger Magier der weißen Roben, der
Aufregung nicht mochte und lieber seine Zeit mit intensiven Studien verbrachte.
Gerade wegen seines enormen Wissens konnte er einen so hohen Rang unter
den Magiern einnehmen. Der Erzmagier traf auch die folgenschwere Entscheidung,
den jungen Raistlin Majere zur Prüfung zuzulassen, der damals einer
der jüngsten Prüflinge war. Einige Magier glaubten, daß
diese Entscheidung dem Magier Fistandantilus die Möglichkeit gab,
sich in die Prüfung einzumischen, und daß das Raistlin auf den
Pfad des Bösen führte. Aber Par-Salian war sich sicher, daß
ohne Raistlins Fähigkeiten und Wissen der Krieg der Lanze nicht gewonnen
werden konnte. Er wußte, daß Raistlin seine Wahl ganz allein
treffen würde. Raistlin trug letztenendes die schwarzen Roben, er
stellte eine Bedrohung für die Existenz der Welt dar, als er versuchte
ein Gott zu werden, und somit konnte der Erzmagier, der die Siebzig schon
weit überschritten hatte, nicht den Vorsitz der Versammlung abgeben.
Par-Salian traf auch die Entscheidung, die Ehrwürdige Tochter Crysania
in die Vergangenheit zu schicken, weil er glaubte, daß die Umwälzung
sie töten würde und ihr Tod Raistlin aufhalten könnte. Wäre
Raistlin erfolgreich gewesen und ein Gott geworden, so hätte er Par-Salian
grausam gefoltert und ihn die Vernichtung der Welt mit ansehen lassen.
So aber blieb dem alten Magier dieses Schicksal erspart.
Zitat
"Der alte weißgekleidete Magier saß in einem Arbeitszimmer,
das dem von Raistlin im Turm von Palanthas sehr ähnlich war, außer
das die Bücher, die Par-Salians Regale füllten, in weißes
Leder gebunden waren. [...] Für jemanden, der eintrat, war der Raum
heiß und stickig. Aber Par-Salian spürte die Kälte des
Alters in seinen Knochen. Für ihn war das Zimmer recht behaglich.
[...] „Aber jeden Morgen, wenn ich wach werde, spüre ich Angst. Wird
heute der Tag sein, an dem ich versage? Jedes Mal, wenn ich Mühe habe,
mich an einen Zauberspruch zu erinnern, erbebe ich.“ [...] „Ich bin müde,
Ladonna, sehr müde. Ich möchte nichts lieber als in diesem Zimmer
bleiben, in der Nähe des warmen Feuers, und in diesen Büchern
das Wissen aufzeichnen, das ich im Laufe der Jahre erworben habe. Dennoch
wage ich diesen Schritt nicht, denn ich weiß, wer meinen Platz einnehmen
würde.“"
- Die Brüder -
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