Persönlichkeiten • Weitere Personen • Lorac Caladon

Lorac Caladon, Vater von Alhana Sternenwind, war zur Zeit des Kriegs der Lanze das Oberhaupt der Silvanesti-Elfen. Er war bewandert in der Magie und hatte schon zur Zeit als Istar noch existierte seine Prüfung abgelegt. In Istar befand sich zur selben Zeit eine Kugel der Drachen, und diese Kugel nahm während der besagten Prüfung Kontakt zu dem Elfen auf. Das Artefakt flüsterte Lorac ein, daß er es mitnehmen müsse, um es vor seiner Zerstörung zu schützen. So gelangte die Kugel in die Hände der Silvanesti-Elfen. Obwohl Lorac die Prüfung bestanden hatte, war er doch nie mächtig genug, um den Orb zu beherrschen.
Als die Drachenarmee drohte in Silvanesti einzufallen, waren die Elfen längst geflohen, nur ihr König war zurück geblieben. Lorac wollte sein Land mit Hilfe der Kugel der Drachen beschützen, war jedoch zu schwach dafür.
Cyan Blutgeißel, ein verschlagener, grüner Drache, übernahm Loracs Geist und ließ ihn schreckliche Bilder sehen, die für den Herrscher real waren. Diese Alpträume veränderten das wunderschöne Silvanesti und seine Bewohner, denn Loracs Mitgefühl für sein Land und sein starker Glaube an diese Alpträume, ließen alles real werden. Schreckliche Monster, verzerrte Tiere, Blut weinende Bäume und untote Elfenkrieger erschwerten den Helden den Weg, die sich mit Alhana Sternenwind zur Rettung des Königs im Elfenland befanden.
Nachdem jeder einzelne von ihnen seinem eigenen, grausamen Traum entronnen war, erreichten sie Lorac. Die Kugel schickte Cyan Blutgeißel weg und gab Lorac frei, als ihr klar wurde, daß sie verlieren würde.
Der Elfenkönig war nur noch ein Schatten seiner selbst und lag schon kurz nach seiner Rettung im sterben. Er bat Alhana um eine Beisetzung in der Erde seines Landes, eine für Elfen untypische Bestattung. Sie erfüllte ihm seinen letzten Wunsch und begrub ihn allein in seinem geliebten Wald.

Zitat

"Er erinnerte sich lebhaft an die Kugel, erinnerte sich , wie sie mit einem wirbelnden, faszinierenden grünen Licht brannte, das pulsierte und stärker wurde, als er sie ansah. Und er erinnerte sich, fast vom ersten Moment an erkannt zu haben, als seine Finger auf der Kugel ruhten, daß er einen furchtbaren Fehler begangen hatte. Er hatte weder die Kraft noch die Macht, die Magie zu beherrschen. Aber da war es schon zu spät. [...] Und jetzt war der Alptraum Wirklichkeit geworden. Lorac senkte seinen Kopf, schmeckte an seinem Mund bittere Tränen. [...] „Ich übergebe mich dem Land“, flüsterte er. „Bette meinen Körper in die Erde, Tochter. So wie mein Leben diesen Fluch über die Erde gebracht hat, so wird mein Tod ihr vielleicht Segen bringen.“"

- Drachenwinter -

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