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Ladonna war eine außerordentlich schöne Magierin, auch als
sie sich schon in ihren Sechzigern befand. Sie war Oberhaupt der schwarzen
Roben und sehr mächtig, allerdings nicht so mächtig wie Raistlin
Majere. Hätte er sie bekämpft, so hätte er leicht ihren
Platz einnehmen können und keine Skrupel gehabt, sie zu töten.
Das wußte die Magierin, und deshalb fürchtete sie Raistlin mehr
als alle anderen Magier der Versammlung. Sie tat alles in ihrer Macht stehende,
um ihn aufzuhalten und sich selbst zu schützen. Allerdings wollte
sie ihn nicht direkt angreifen. Ladonna trug zahlreiche Geschmeide, magisch
und auch harmlos, denn das war eine ausgeprägte Schwäche von
ihr. Zwischen ihr und Par-Salian bestand eine starke Verbindung und stilles
Verstehen, denn in ihrer Jugend waren beide ein Liebespaar gewesen.
Zitat
"„Kennen uns lange und gut, Par-Salian“, sagte Ladonna mit einem Lächeln.
„Recht gut“, murmelte sie, und ihre Augen wanderten zum Feuer. „Würdest
du zu unserer Jugend zurück wollen, Ladonna?“ fragte Par-Salian. Sie
sah zu ihm auf und zuckte mit den Schultern: „Um Macht und Weisheit einzutauschen
gegen was? Ich bin nicht gekommen, um alte Zeiten aufzufrischen, auch wenn
sie noch so angenehm waren.“ Sie räusperte sich, ihre Stimme wurde
plötzlich streng und kalt. [...] „Du kannst die Zutaten und die Wörter
vor meinem Blick verbergen, wenn du willst“, gab Ladonna kalt zurück,
„aber ich verlange die erwarteten Ergebnisse zu sehen.“ Ihr Gesichtsausdruck
verhärtete sich. „Verzeih mir, wenn ich dir nicht mehr vertraue, alter
Freund, so wie ich es früher getan hätte.“"
- Die Brüder -
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