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Huma war ein einfacher Ritter der Krone zur Zeit der Drachenkriege,
als Takhisis leibhaftig auf Krynn weilte. Er lernte nie seinen Vater kennen,
ebenfalls ein ehrbarer Ritter, der bei einem Einsatz starb und verlor früh
die Mutter, die durch eine plötzliche Krankheit verstarb. Fürst
Oswal und der Ritter Rennard ermöglichten es Huma, ein Ritter von
Solamnia zu werden. Humas Abenteuer begann damit, daß der junge Ritter
der Krone von seinen Kameraden getrennt wurde. Er befreite den Minotaurus
Kaz aus den Fängen der Diener von Takhisis. Kaz hatte seinen eigenen
Ogerhauptmann getötet, da er sinnloses und ehrloses Töten von
Alten und Kindern verabscheute und sollte für sein Vergehen bestraft
werden. Zwischen Kaz und Huma entwickelte sich eine intensive, stabile
Freundschaft, obwohl die anderen Ritter dem mit gemischten Gefühlen
gegenüber standen, da Minotauren als böse gelten. Sie sahen in
Kaz ein Monster und nur weil Huma sich für ihn verbürgte und
Kaz bei Huma blieb, ließen sie ihn frei. Minotauren sind zwar für
ihre Brutalität und Lust am töten bekannt, verfügen aber
auch über ein ausgeprägtes Ehrgefühl, ähnlich dem der
Ritter von Solamnia. Eine weitere Freundschaft verbannt Huma mit seinem
Jugendfreund Magus, einem äußerst talentierten Magier, der in
seinem Leben alle Roben, sogar die eines Abtrünnigen, tragen sollte.
Auch dieser Freundschaft begegneten die Ritter mit Mißtrauen, weil
Zauberkundige nicht gern gesehen waren. Zusammenfassend läßt
sich also sagen, daß Huma nicht blind den Vorurteilen der Ritterschaft
folgte, sondern sich sein eigenes Bild machte, zum Beispiel vertraute er
Kaz blind, nachdem er sich seiner Loyalität sicher war. Magus erzählte
Huma von einem Berg, den er während seiner Prüfung im Turm von
Wayreth gesehen hatte, wo die einzige Hoffnung Krynns, im Krieg gegen Takhisis
und ihre Armeen, begraben sein soll. Zu dritt machten sie sich auf den
Weg, wobei Magus und Kaz nur durch Huma davon abgehalten wurden, sich gegenseitig
anzugreifen. Huma wurde von beiden getrennt und gelangte allein in den
Berg. Hier wurde er durch die Götter selbst auf die Probe gestellt
und mußte drei Prüfungen bestehen. Er besiegte hier Wyrmvater,
einen uralten riesigen Drachen, der von Kiri-Jolit selbst, einem Gott des
Triumphirats, in den Berg verbannt wurde. Mittels eines magischen Spiegels
aus dem Drachenhord wurde Huma nach Burg Vingaard teleportiert. Er deckte
den Verrat seines eigenen Onkels, des Ritters Rennard, an der Ritterschaft
auf. Rennard der von dem Gott Morgion vor der roten Pest gerettet wurde,
wurde Diener dieses schrecklichen Gottes der Krankheit und Verwesung. Er
brachte dem Großmeister Trake den Tod und wollte auch dessen potentiellen
Nachfolger, Fürst Oswal, beseitigen. Hierbei entdeckte Huma seine
Machenschaften. Der Ritter des Schwertes Benett, Sohn des toten Großmeisters,
der bis dahin Humas ärgster Widersacher war, akzeptierte ihn, nachdem
er Benetts Onkel gerettet hatte. Huma der bis dahin in der Ritterschaft
unbedeutend war, gewann an Ansehen. Er verfolgte Rennard und stellte ihn.
Als der Diener Morgions letztendlich doch, als Strafe für sein Versagen,
von der roten Pest verzehrt wurde, fand sich Huma im Berg vor dem Spiegel
wieder. Die zweite Prüfung hatte ihr Ende gefunden, ohne daß
Huma es überhaupt wußte. Die letzte Prüfung bestand darin,
sich dem Schwert der Tränen, einem intelligenten, bösartigen
Artefakt, zu entziehen, welches er auch im Drachenhord fand. Nur mühsam
konnte sich der Ritter vom Einfluß des Schwertes befreien, aber es
gelang ihm. Huma hatte das geschafft, woran vor ihm schon viele gescheitert
waren. So wurde ihm erlaubt die Schmiede von Dunkan Eisenwirker, einem
Schüler des Gottes Reorx, zu betreten. Hier erhielt er die legendären
Drachenlanzen, die Hoffnung Krynns. Mit Hilfe von Kaz, Magus und seines
Silberdrachens brachte er sie nach Burg Vingaard. Während dieser Reise
besiegten Huma und Kaz gemeinsam den großen Feldherren Crynus, obwohl
dessen Wunden immer wieder selbst heilten. Doch das war nicht der letzte
Kampf, denn die Gefährten wurden von Bodentruppen angegriffen, wobei
die Lanzen tapfer verteidigt wurden. Aber Magus geriet im Kampf in die
Hände des abtrünnigen Magiers Galan Drakos, dem er zu vor einige
Zeit gedient hatte. Huma konnte keine Rücksicht auf den Freund nehmen,
er mußte die Drachenlanzen, die bald Angst und Panik unter Takhisis‘
Kindern verbreiten sollten, in Sicherheit bringen. Neben den reinen Abenteuern
sei nun auch Gwyneth erwähnt, eine Frau, die Huma während der
Zeit seiner Krankheit pflegte. Sie liebte Huma seid ihrer ersten Begegnung
wegen seines Wesens und begleitete ihn oft, auch wenn er sich ihrer Gegenwart
nicht bewußt war. Sie war die silberne Drachendame, die Huma in zahlreichen
Kämpfen zur Seite stand. Es war ein sehr schwerer Schritt für
Gwyneth, ihre wahre Identität preiszugeben. Huma, der für die
Frau Gwyneth, die er kannte, schon Gefühle hegte, äußerte
sich nach dieser Offenbarung nicht dazu. Erst als sie nach dem Kampf mit
Takhisis im sterben lag, gestand er ihr seine Liebe. Beide liebten sich
aufrichtig, opferten diese Liebe aber zum Wohle Krynns. Gemeinsam mit neunzehn
weiteren Drachenreitern brachen sie auf, um Galan Drakos zu vernichten.
Allerdings gelang es nur Huma, die Burg zu betreten. Er besiegte zwar unter
einigen Anstrengungen den Abtrünnigen, der Magus schrecklich und grausam
zu Tode gefoltert hatte, aber das Portal zum Abgrund war schon zu weit
geöffnet und ihre dunkle Majestät betrat diese Welt. Huma machte
sich mit Gwyneth, Kaz und Blitz auf, Takhisis anzugreifen, aber Kaz und
Blitz mußten, durch ein Unwetter, verursacht durch Takhisis, landen.
Huma traf den fünfköpfigen Drachen im Kampf einmal, kurz bevor
er und Gwyneth abstürzten aber auch Takhisis fiel verwundet und das
erste Mal Schmerz spürend. Halb tot schleppte sich der Ritter zu der
Göttin, um eine Einigung zu erzwingen, denn Huma hatte erkannt, daß
ein Gleichgewicht bestehen muß und das Gut ohne Böse nicht existieren
kann. Kaz befreite Takhisis auf Humas Anweisung von Huma und Diese verschwand
zusammen mit den bösen Drachen vom Angesicht Krynns. Aber auch die
guten Drachen wurden nicht mehr gesehen. Huma starb noch am selben Ort
und wurde später in einem Tempel beigesetzt. Huma war ein Ritter,
der zu den ehrenhaftesten in der Geschichte der Ritter von Solamnia zählte.
Er entsprach den Idealen die Paladin, Kiri-Jolit und Habbakuk, die Götter
des Triumphirats, eines Ritters würdig erachteten. Huma wurde zum
Helden für Generationen, den er bewahrte Krynn vor dem Untergang und
seine Abenteuer wurden Inhalt zahlreicher Legenden.
Zitat
"„Ich bin Ritter von Solamnia. In dieser Welt bin ich die Hand von Paladin,
Kiri-Jolit und Habbakuk. Du bist auf Krynn. Du gehörst mir, Königin
der Finsternis.“ Er trat Gwyneth in die Seite, und sie stürmte nach
vorn. Die Drachenlanze erstrahlte hell. Huma kam es so vor, als würde
seine Rüstung heller. Sie fühlte sich anders an. Dem Anschein
nach war sie aus Platin. Fort waren die Beulen und Risse, die sich in den
Gefechten angesammelt hatten. Sein Handschuh schien ebenso hell zu strahlen
wie die Lanze. Da erinnerte er sich an seine Vision und an die Skulptur,
der er die erste Lanze abgenommen hatte. Gwyneth unter ihm hatte sich ebenfalls
verändert. Sie war länger, schlanker und viel schöner. Sie
war ein glänzend weißes Streitroß, ein Platindrache, ein
majestätischer Eisvogel. [...]
Langes Schweigen. Huma wollte die Augen schließen, überwand
sich jedoch, sie ein letztes Mal zu öffnen. „Du wirst dich nicht befreien
können, bevor sie kommen. Auch wenn ich sterbe, werden sie dich erwischen. Eine Göttin, die der Gnade
von Sterblichen ausgeliefert ist.“"
- Verrat unter Rittern -
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