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Goldmond wuchs als Tochter des Stammeshäuptlings der Que-Shu mit
der entsprechenden Erziehung auf. Ihr Geliebter Flußwind, der Sproß
einer ausgestoßenen Barbarenfamilie, wurde vom Stammeshäupling
auf die Suche nach einem Zeichen der Existenz der alten Göttern geschickt,
eine augenscheinlich nicht zu erfüllende Mission. Doch er kehrte erfolgreich
mit dem Stab von Mishakal zurück. Goldmond’s Vater, der Flußwind
seiner Tochter nicht würdig erachtete, wollte den jungen Barbaren
steinigen lassen. Goldmond, die im Besitz des Stabes war, wurde gemeinsam
mit Flußwind durch die Macht des Artefakts gerettet. So kam es, daß
die Barbaren weiter zogen, um Informationen über den Stab zu erhalten.
In Solace lernten sie die Gefährten in Otik’s Gasthaus kennen. An
diesem denkwürdigen Tag geschah die erste wahre Heilung seid
der Umwälzung. Der dadurch entstandene Aufruhr zwang die Barbaren
zur Flucht, weil Solace von der Drachenarmee besetzt war. Die Gefährten
der Lanze wurden so durch Paladins Fügung zusammengeführt. Goldmond‘s
Stamm wurde von der Drachenarmee, die den blauen Kristallstab der Mishakal
suchte, vernichtet und ihr Heimatdorf dem Erdboden gleich gemacht. Das
war eine harte Prüfung für die Barbarin, die sich selber die
Schuld für diese Katastrophe gab. Auf ihrer Reise zu den Ruinen von
Xak Tsaroth faßte Goldmond Vertrauen zu Tanis, dem Führer der
späterer Helden. In der zerstörten Stadt erfuhr die Prinzessin
der Que-Shu die Wahrheit über die alten Götter und die Göttin
der Heilkunst, Mishakal, erteilte ihr die Aufgabe, die Scheiben der Mishakal
zu suchen, und den Menschen zurückzubringen. Als Flußwind
von dem schwarzen Drachen Onyx tödlich verletzt wurde, holte ihn Goldmond
ins Leben zurück. Auf der Suche nach den Scheiben der Mishakal standen
sie Onyx gegenüber, denn in seinem Hort befanden sie sich. Goldmond
trat dem Drachen gegenüber, um die Scheiben zu erlangen, und sich
zu opfern, wenn nötig. Wie durch ein Wunder wurde sie gerettet und
war nun die erste wahre Klerikerin seit der Umwälzung, dazu auserwählt,
den Menschen den Glauben zurück zu bringen. Auf ihrer weiteren Reise
sahen die Gefährten viele zerstörte Orte und auch Solace brannte.
Die Bewohner wurden versklavt und zur Arbeit in den Minen von Lord Verminaard
gezwungen. Mit einer List drangen die Gefährten in die Festung Pax
Tarkas ein, Verminaard unterlag und die Sklaven waren gerettet. Allerdings
waren sie nun heimatlose Flüchtlinge. Die Helden führten die
Menschen zum Zwergenkönigreich Thorbardin. Auf dieser Reise heirateten
Goldmond und Flußwind. Goldmond war maßgeblich an den Verhandlungen
zwischen Menschen und Zwergen beteiligt und nahm den Lehnsherren der Hylaren,
Hornfell, der später Hochkönig werden sollte, sehr für sich
ein. Den Flüchtlingen wurde Asyl gewährt. Während der Befreiung,
der Reise und dem Aufenthalt in Thorbardin bekehrte Goldmond viele Flüchtlinge
und brachte die alten Götter zurück. Zu ihren eifrigsten Schülern
gehörte Elistan, ein ehemaliger Anhänger der Sucher, der später
sogar Oberhaupt der Kirche Paladins werden sollte. Als Goldmond schwanger
wurde, verließ sie die Helden, da die Abenteuer für sie zu anstrengend
wurden. Sie kehrte mit Flußwind in die Ebenen zurück, um die
Barbarenstämme zu vereinigen, und Frieden zu schaffen. Goldmond brachte
Zwillinge zur Welt. Die junge Barbarenfrau führte einen unerschrockenen
Kampf, der den Weg für den alten Glauben ebnete und der die wahren
Götter in die Herzen der Menschen zurück brachte.
Zitat
"„Jetzt bin ich eine wirkliche Klerikerin“, sagte Goldmond leise. „Ich
bin eine Jüngerin von Mishakal, und ich habe die Kraft meines Glaubens,
obwohl ich noch viel lernen muß. Vor allem bin ich jedoch eine Heilerin.
Ich bringe das Geschenk der Heilkunst zurück.“ [...]
„Du hast recht“, erwiderte Goldmond. „Ich bin kein Kämpfer. Ich
bin ein Heiler. Ich habe nicht die Macht, die Völker unserer Welt
zu vereinen, um das Böse zu bekämpfen und das Gleichgewicht wiederherzustellen.
Meine Pflicht ist es, die Person zu finden, die die Stärke und Weisheit
für diese Aufgabe hat. [...]
Goldmond nahm ihren Ring von Flußwind. Er kniete vor ihr – so
wie es die Sitte der Que-Shu verlangte. Aber Goldmond schüttelte
den Kopf. „Erhebe dich, Krieger“, sagte sie, durch ihre Tränen lächelnd.
„Ist das ein Befehl?“ fragte er leise. „Das ist der letzte Befehl der Tochter
des Stammeshäuptlings“, flüsterte sie. Flußwind stand auf.
Goldmond streifte den goldenen Ring über seinen Finger. Dann nahm
Flußwind sie in seine Arme. Sie legte ihre Arme um ihn. Ihre Lippen
trafen sich, ihre Körper verschmolzen ineinander, ihre Seelen vereinigten
sich."
- Drachenzwielicht - / - Drachenjäger -
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