Persönlichkeiten • Freunde der Helden • Gilthanas Kanan

Gilthanas Kanan war der Zweitgeborene der Stimme der Sonne. In früher Jugend war er gut mit Tanis dem Halb-Elf befreundet und verbrachte viel Zeit mit ihm und seiner Schwester Laurana.
Der junge Elf beneidete seinen älteren Bruder Porthios nicht um die Verantwortung, die einmal auf seinen Schultern lasten sollte, vielmehr genoß er sein Leben.
Seine Beziehung zu Tanis änderte sich, als Laurana für den Halb-Elfen mehr als nur geschwisterliche Gefühle bekam. Auf eine gewisse Weise war Gilthanas eifersüchtig und stellte sich hochmütig gegen Tanis, was diesen sehr verletzte.
Als die Gefährten nach ihrem Abenteuer aus Xak Tsaroth nach Solace zurückkehrten, trafen sie Gilthanas, der von Drakoniern bedroht wurde, in Otiks Gasthaus. Nachdem die Helden und Gilthanas aus der Gefangenschaft des Truppführers Toede entkommen konnten, reisten sie nach Qualinost und darauf hin weiter nach Pax Tarkas. Laurana folgte ihnen auf dieser Reise und schloß sich der Gruppe an. Gemeinsam befreiten sie die Gefangenen aus den Minen. Gilthanas gewann wieder Achtung vor Tanis.
Der Elfenlord reiste später mit einem Teil der Gefährten nach Eismauer und eroberte mit ihnen eine Kugel der Drachen. Auf ihrer Flucht wurden sie von dem weißen Drachen Sleet bedroht und ihr Schiff sank an der Küste des südlichen Ergods. Dort befanden sich alle drei Elfenrassen, die in Mißtrauen nebeneinander lebten. Silvanesti und Qualinesti unterdrückten hier die Kagonesti, die Wildelfen. Gilthanas wurde verletzt und eine Kagonesti-Elfin, Silvara, kümmerte sich um ihn.
Später als Laurana aus dem Hause ihres Vaters floh und die Drachenkugel heimlich mitnahm, folgte ihr Gilthanas und schloß sich seiner Schwester an.
Er hatte sich schon in die Wildelfe verliebt, als er sich dem Willen seines Vaters widersetzte. Silvara, die Gilthanas‘ Gefühle teilte, floh mit ihnen durch die Berge und führte ihn, seine Schwester und Flint zum Grabmal Humas und dort erfuhr Gilthanas ihr Geheimnis. Silvara war ein Silberdrache und die Schwester des Drachens, der Huma geliebt hatte. Der Elfenlord konnte nur schwer mit dieser Tatsache umgehen. Später erzählte Silvara warum die guten Drachen von der Welt verschwunden waren, sie berichtete vom Schwur der Drachen. Sie wurde überzeugt, daß dieser Schwur nun nichtig sei, denn die bösen Drachen hatten ihn gebrochen.
Gilthanas und Silvara wollten die Eier der guten Drachen retten und fanden dabei heraus, daß die Drakonier, mit Hilfe dunkler Kleriker, aus genau diesen Eiern erschaffen wurden.
Was weiter mit Gilthanas geschah und was aus der tragischen Liebe zu Silvara wurde ist nicht bekannt...

Zitat

"Bei den Göttern, seine Werte gerieten genauso durcheinander wie Lauranas! Zuerst war da sein Haß gegen Tanis, ein Haß, den er jahrelang selbstgerecht genährt hatte, der sich dann aufzulösen schien, durch Bewunderung ersetzt wurde, ja sogar Zuneigung. Dann spürte er seinen Haß gegen andere Rassen versiegen. Er hatte wenige Elfen kennengelernt, die so ehrenhaft und selbstaufopfernd waren wie der Mensch Sturm Feuerklinge. Und obwohl er Raistlin nicht mochte, so beneidete er den jungen Magier doch um seine Fähigkeiten. Gilthanas, ein Dilettant in der Magie, hatte nie die Geduld oder den Mut aufgebracht, so weit zu kommen. Schließlich mußte er sich eingestehen, daß er sogar den Kender und den mürrischen alten Zwerg mochte. Aber niemals wäre es ihm in den Sinn gekommen, daß er sich in eine Wild-Elfe verlieben würde. [...]
„Halt die Fackel hierher...“, befahl sie und führte seine Hand, so daß das Licht direkt auf sie fiel. „Jetzt schau auf meinen Schatten an der Wand“, sagte sie zitternd. [...] Es war der Schatten eines Drachen. [...] Gilthanas begann zu beben, wurde dann vom Schmerz überwältigt."

- Drachenwinter -

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