Persönlichkeiten • Helden der Lanze • Flußwind der Barbar

Flußwind der Barbar aus dem Stamm der Que-Shu wurde als Sohn eines armen Mannes geboren. Er verliebte sich später in Goldmond, die Prinzessin der Que-Shu und da auch bei Barbaren Standesunterschiede von Bedeutung waren, stellte Goldmonds Vater sich gegen diese Verbindung, obwohl Goldmond Flußwinds Liebe erwiderte. Der Stammeshäuptling schickte Flußwind auf eine gefährliche Reise, die den Tod des Barbaren bedeuten sollte, und versprach ihm Goldmond, falls er erfolgreich bei der Suche nach den wahren Göttern sein sollte. Auf seiner Mission gelangte Flußwind in die Ruinenstadt Xak Tsaroth, in der er unaussprechliches Grauen erlebte, an daß er sich später kaum erinnern konnte.
Nichtsdestotrotz war er erfolgreich, denn er erhielt in den Ruinen den Stab der Mishakal, Göttin der Heilkunst. Nachdem der Barbar mehr tot als lebendig zu seinem Stamm zurückgekehrt war, weigerte sich der Stammeshäuptling, den Stab als Zeichen der Gegenwart der wahren Götter anzuerkennen. Er ließ Flußwind steinigen, aber Goldmond rettete ihren Liebsten mit Hilfe des Stabs. Die Beiden machten sich auf, um anderswo Rat zu suchen, und gelangten nach Solace, wo sie auf die Gefährten trafen, die ihnen in einer mißlichen Lage halfen.
Flußwind fiel es sehr schwer diese Hilfe anzunehmen, denn er teilte die Vorurteile der Barbaren gegenüber anderen Rassen. Besonders suspekt waren ihm Elfen und Magier. Er war dazu entschlossen Goldmond vor allem und jedem zu beschützen, und mußte sich deshalb den Gefährten anschließen, denn Goldmond hatte entschieden, mit den Gefährten zu reisen. Sie war eben eine Prinzessin und daran gewöhnt, Befehle zu erteilen, allerdings verletzte sie Flußwind nie absichtlich. Auf ihrer Reise gelangten die zukünftigen Helden nach Xak Tsaroth, was Flußwind große Qualen bereitete, weil teilweise Erinnerungen wiederkehrten. Bei der Auseinandersetzung mit dem schwarzen Drachen Onyx erlitt Flußwind fürchterliche, tödliche Verletzungen, denen er auch erlag. Aber Goldmond, die erste wahre Klerikerin nach der Umwälzung, holte ihn in das Leben zurück. die Gefährten erreichten das Ziel dieses Abenteuers und fanden die Scheiben der Mishakal. Das Auftauchen der wahren Götter war die einzige Hoffnung, die der Bevölkerung von Krynn im Kampf gegen die Drachenarmee blieb.
Nach dem Krieg der Lanze heirateten Goldmond und Flußwind, erfüllt von tiefer Liebe. Sie führten eine Ehe in der beide gleichberechtigt waren und vereinigten gemeinsam die überlebenden Barbarenstämme der Ebene. Aus ihrer Beziehung gingen zwei Kinder, ein Zwillingspärchen, hervor. Flußwinds Skepsis gegenüber anderen Rassen wurde beschwichtigt und er wurde, nicht nur stammesintern, zu einem guten Diplomaten.

Zitat

"„Flußwind, gue-lando!“ sagte Goldmond scharf. Sturm hörte Flußwind vor Wut knurren. Ohne ein weiteres Wort wandte er sich um und ging auf das Boot zu. Goldmond seufzte und sah ihm nach, in ihrem Gesicht war tiefe Trauer. „Kann ich Euch helfen, meine Dame?“ fragte Sturm sanft. „Nein“, erwiderte sie. Dann sagte sie traurig mehr zu sich: „Er beherrscht mein Herz, aber ich bin seine Herrscherin.“ [...] „Warum traut er uns nicht?“ fragte Sturm. „Er hat alle Vorurteile unseres Volkes“, erwiderte Goldmond. „Die Barbaren trauen den nicht menschlichen Wesen nicht.“ [...]
„Mein Bruder“, sagte Flußwind in der Sprache der Que-Shu, der Sprache seines Volkes. Die Menge im Wirtshaus jubelte wild, aber Tanis hörte nichts, weil eine Frau mit feuerroten Haaren und Sommersprossen ihre Hand auf seinen Arm legte. Tanis, immer noch Flußwind umklammernd, schloß Tika in ihre Umarmung ein, und eine lange Zeit standen die drei Freunde zusammen, verbunden durch Leid und Schmerz und Ruhm."

- Drachenzwielicht - / - Die Brüder -

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