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Der Hügelzwerg Flint Feuerschmied war der Älteste der Gefährten
der Lanze. Flint lebte den größten Teil des Jahres in Solace,
wo er in seiner Schmiede herrliches Geschmeide und erlesene Gebrauchsgegenstände
herstellte. In der übrigen Zeit befand er sich auf Reisen, um seine
Erzeugnisse zu verkaufen, oder lebte bei den Qualinesti, um für sie
zu arbeiten. Während eines solchen Aufenthalts lernte er den jungen,
verschlossenen Halbelfen Tanis kennen, der mit seiner Außenseiterposition,
im Elfenreich, zu kämpfen hatte. Flint nahm sich seiner an und wurde
nicht nur für Tanis zu einer Art Vater. Der meist mürrische Zwerg
kümmerte sich auch um die Zwillinge Raistlin und Caramon Majere, als
diese zu Waisen wurden, und um den jungen, ernsten Sturm Feuerklinge. Doch
am engsten, wie auch ungewöhnlichsten war die Freundschaft zwischen
Flint und dem Kender Tolpan Barfuß, dem Türknopf, wie der Zwerg
in oft nannte, wenn er ärgerlich war. Als ausgezeichneter Kämpfer,
wußte Flint mit der Axt umzugehen, beherrschte aber auch feinere
Künste wie das Schnitzen perfekt. Er besaß typische zwergische Eigenschaften,
wie zum Beispiel eine ausgeprägte Sturheit aber durch sein Leben außerhalb
der Zwergengemeinschaft erschien er offener als andere Vertreter seiner
Rasse. Flint verfügte weiterhin über eine ausgeprägte Abneigung
gegenüber Booten, weil Caramon ihn unabsichtlich fast einmal ertränkte
und Pferden. Jeder Schiffsreise gingen lange Debatten und Flints verzweifelte
Versuche darum herumzukommen voraus, und wenn die Gruppe erst einmal
unterwegs war, so war Flint nur mit jammern oder „im Gesicht grün
sein“ beschäftigt. Der auf seine Art liebenswerte Zwerg litt während
der Abenteuer im Krieg der Lanze altersbedingt an einem schwachen Herzen,
war aber zu stolz den Anderen seine Schwäche mitzuteilen, beziehungsweise
wollte für sie nicht zur Last werden. Wären die Gefährten
nicht in einer so kritischen Situation gewesen, so hätten sie sicherlich
bemerkt, daß Flints ewige Nörgeleien verstummt waren. Als der
Tod ihn auf der Reise zum Tempel der dunklen Königin in Neraka ereilte,
kam daß für die Gefährten vollkommen unerwartet. Fizban
begleitete Flint auf seinem letzten Weg und tröstete Tolpan, der als
erster Kender wahren Schmerz kennenlernte. Es wird erzählt, daß
Flint Feuerschmied nun schnitzend unter einem Baum neben Reorx’s Schmiede
sitzt, um dort auf Tolpan zu warten.
Zitat
"„Wo ist der Kender?“ brummte Flint, als sie in den Wald eintauchten.
„Tolpan wird uns am See treffen“ erwiderte Tanis. „See?“ Flints Augen wurden
vor Unruhe größer. „Was für ein See?“ „Es gibt hier nur
einen See, Flint“, sagte Tanis und bemühte sich angestrengt, Sturm
nicht zuzugrinsen. „Komm schon. Wir sollten lieber weitergehen.“ Seine
Elfenaugen sichteten den breiten roten Umriß von Caramon und den
schmaleren roten Schatten seines Bruders, die in den dichten Wald verschwanden.
„Ich dachte, wir würden uns ein ruhiges Plätzchen im Wald suchen.“
Flint schob sich an Sturm vorbei, um sich bei Tanis zu beschweren. „Wir
werden ein Boot nehmen.“ Tanis ging weiter. „O nein!“ knurrte Flint. „Ich
werde kein Boot besteigen!“ „Dieser Unfall ist vor zehn Jahren passiert!“
sagte Tanis wütend. „Sieh mal! Caramon wird ganz ruhig sitzen.“ „Absolut
nicht!“ sagte der Zwerg entschieden. „Keine Boote. Ich habe ein Gelübde
abgelegt.“"
- Drachenzwielicht -
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