Persönlichkeiten • Finstere Gestalten • Lord Ariakan

Lord Ariakan war der Sohn des Drachenfürsten Ariakus. Seine Mutter soll angeblich die Meeresgöttin Zebiom, Tochter von Takhisis und Sagonnas, sein.
Während des Kriegs der Lanze geriet er in die Gefangenschaft der Ritter von Solamnia. Hier konnte er genau die Schwächen der Ritter studieren. Doch er fand auch ihre Stärken, denn ihm imponierte das durch Ehre bestimmte Leben. Als er die Freiheit wieder erlangt hatte, gründete er, mit Takhisis‘ Segen, den Orden der dunklen Paladine. Die Ritter der Takhisis befolgten ähnliche Regeln wie die Ritter von Solamnia. Man lehrte sie, den Feind zu ehren, denn das würde sie davor bewahren, ihn zu unterschätzen.
Die Ritter wuchsen miteinander auf und der Orden war ihre Familie. Ariakan betrachtete sich als wohlwollender Vater der jungen Ritter.
Aber unter seinen Rittern waren nicht nur Krieger vertreten, sondern auch Magier und Kleriker, die einen Rang als Ritter inne hatten. Man unterschied danach die Ritter der Lilie, des Dorns und des Schädels.
Ariakan war es, der den jungen Stahl Uth Matar Feuerklinge in seine Reihen holte. Er mochte den jungen, begabten Krieger und wollte aus ihm einen Ritter machen, der zu ihrer finsteren Majestät stand.
Die dunklen Paladine waren Takhisis vollkommen ergeben und kämpften nur für den Ruhm ihrer Königin. Dafür opferten sie bereitwillig ihr Leben. Das Böse wendete sich ab da nicht mehr gegen sich selbst und Ariakan eroberte große Teile Ansalons. Kalaman fiel und der Turm des Oberklerikers wurde zum ersten Mal in der Geschichte eingenommen. Auch Palanthas fiel in Ariakans Hände.
Als Stahl des Verrats angeklagt wurde, schob er die Hinrichtung auf und gab ihm die Möglichkeit, ihm Kampf zu sterben. Als Stahl überlebte, wollte Ariakan die Hinrichtung eigenhändig durchführen. Das wurde jedoch von Palin Majere verhindert. Stahl kam zu seiner alten Einheit.
Vater Chaos hatte seine Armeen ausgesandt und auch Ariakan und seine Armee stellte sich, bis auf Stahls Einheit, dem Kampf. Alle fanden den Tod, darunter ebenfalls der mächtige Heerführer. Zebiom persönlich kam um ihren Sohn zu betrauern.

Zitat

"Ariakan dachte lange Zeit nach. Er war ein glaubensstarker Mann. Er hatte sich selbst gegenüber den Göttern behauptet. Seine Mutter, so glaubten viele, war Zebiom, die Göttin des Meeres. Und vor langer Zeit war Ariakan selbst durch eine Audienz bei Königin Takhisis geehrt worden und hatte ihren persönlichen Segen für die Gründung der ihr ergebenen Ritterschaft erhalten. [...] Er schritt von Fenster zu Fenster, suchte Antworten, und seine Seele war von furchtbaren Ahnungen erfüllt. Er dachte an die Geschichte des jungen Zauberers, der von Chaos‘ Rückkehr gesprochen hatte, davon, daß die Götter selbst in Gefahr waren. Er hatte ihm nicht geglaubt – bis jetzt."

- Drachenfeuer -

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