Lyrik-Archiv • Herbsthauch in Sommerzeiten
Die Wolkendecke schließt sich leise,
ein leichter Wind weht in den Gassen.
Ein Musikant spielt eine Weise,
fast kann man diese Sehnsucht fassen,
von der er singt.

Die Welt scheint sich zur Nacht zu richten,
Menschen verschwinden von den Straßen.
Ein Herbsthauch scheint sich zu verdichten
und viele derer, die vergaßen,
was er bringt,

sind plötzlich aus den Sommerzeiten
in herbstliches Gefühl gefallen.
Ein weites Meer Nachdenklichkeiten.
Gedanken, die sich zu Wellen ballen,
uns überspülen.

Als dann die Wolkendecke reißt,
erreicht ein Sonnenstrahl das Land.
Noch immer scheint die Welt verwaist
und still zu sein. Der Musikant
hört auf zu spielen.

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