Lyrik-Archiv • Die Fremde
Sie lockt am Horizont, am Rand
des Landes, das wir Heimat nennen.
Zu ihr zieht mich Herz und Verstand,
ich weiß um Altes, will Neues kennen.

Dort legen sich meine Träume schlafen
und warten auf mich, sie aufzuwecken.
Dort leben Menschen, die wir hier nie trafen,
sind Antworten, die sich hier verstecken.

Dort gibt es keine tränenreichen,
verwirrenden Wege, so wie hier.
Dort gibt es echte Lebenszeichen,
Erfüllung. Darauf hoffen wir.

Doch reist ich in mein Wunderland,
es würde sich nichts ändern.
Auch dort ein Horizont, ein Rand,
Sehnsucht nach fremden Ländern.

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