Lyrik-Archiv • Den Lords
mylord, wir reiten tag um tag
dem sonnenuntergang entgegen.
der fremde, die uns locken mag,
sind wir schon längst erlegen.
egal ob sommer oder winter,
egal ob regen, sonnenschein,
wir blicken vorwärts und dahinter,
woll´n wissen und zufrieden sein
wenn wir die reise einst beenden.
- bis dahin ist der weg noch lang -
dann halten wir das glück in händen,
weil lebens lust und leid den klang
von tiefe und bewußtem dasein
auf dem ritt nie verloren hat.
weil eines wichtig war: das wahr-sein.
und jede selbst-bewußte tat
hilft uns die wege zu beschreiten
die bresche in die reihn zu schlagen
die sich als hindernis ausbreiten;
zu schlechtem einfach nein zu sagen.
die zeit der lords ist jede stunde
die wir verbringen, uns bewußt.
gedenk, mylord, der tafelrunde.
gedenk des königs stolzer brust,
der ritter ehrenvoller ziele,
der burgfrauen bitterlich weinen,
wenn einer in dem weltenspiele
erlag den trüben alltagsscheinen.

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