Lyrik-Archiv • Mondenkind
Ich sah das Mondenkind
Im Mantel schwarzer Nacht
Wo alle Sterne heilig sind
Von Träumenden erdacht

Ein Kind, doch tausend Jahre alt
Wohnt seit dunklen Ewigkeiten
In einem Zauberwald
Der düst´ren Heiligkeiten

Sein Gesicht, kalt und bleich
Wird älter, während man es schaut
Mal ist es hart, dann wieder weich
Es gibt keinen, der ihm traut

Wenn ich ihm in die Augen schau
Seh ich immer diesen jungen Mann
Frisch wie morgendlicher Tau
Dem man nicht widerstehen kann

Ist er auch unerreichbar fern
Wie der Sonne letzter Widerschein
Wie ein funkelnd heller Stern
Wird er immer mein Stern sein

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