Lyrik-Archiv • Mein Schatten
Immer bei mir, im Geiste immer da
Berührt mich sanft mit dunklen Schwingen
Gehört zu mir, ist mir nah
Will mir die ersehnte Stille bringen

Doch diese Welt, so grell und hart
Hält mich fest mit eiserner Hand
Und du, so schwarz und zart
Willst meine Seele als Pfand

Hier bin ich nichts, ein Blatt im Wind
Einsam und allein
Doch du tröstest das verlorene Kind
Das bald deine Braut wird sein

Ich werde wandeln mit dir auf dem dunklen Pfad
Weit ab vom Lärm dieses Lebens
Und weiter dreht sich des Schicksals Rad
Doch es berührt mich nicht, dreht sich vergebens

Mein Schicksal ist besiegelt
Verschlungen mit dem deinen
Das Tor zurück verriegelt
Die Rückkehr gelänge keinem

Wie schön es ist, neben dir zu liegen
Schwarzer Samt berührt meine Haut
Möchte mit dir durch dunkle Sphären fliegen
Ich denke daran und mein Herz pocht laut

In deinen Augen kann ich die Ewigkeit sehen
Sie scheint so vertraut zu sein
Ich möchte für immer neben dir gehen
Und auf ewig bin ich dein

Gefangen hältst du mich nicht
Doch ziehst du mich sanft zu dir
Ich folge dir, abgewandt vom Licht
Verlangen wächst in mir

„Hier bin ich, das verlorene Kind“
Du lächelst nur still
Meine Angst schwindet und das Vertauen gewinnt
„Es ist kein Kind, das ich will“

Du näherst dich mir, nimmst meine Hand
Ich vertraue dir, laß es geschehen
Du hüllst mich ein in dein schwarzes Gewand
Bitte, laß diesen Moment nie vergehen

In deinem Zauberwald erwache ich
Du siehst mich an, blickst in mein Herz
Jetzt gibt es nur noch dich und mich
Oh, bitte, beende den süßen Schmerz

Deine warmen Lippen berühren mich sacht
Meine Sehnsucht wächst mit jedem Kuß
Zweifel sind in mir erwacht
Soll ich es tun ? – Ja, ich muß

Ich liebe dich, tat es immer schon
Bevor ich noch ahnte, wer du bist
Mein Geliebter, der Dunkelheiten Sohn
Ich habe dich schon immer vermißt

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