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Die Zwergenreiche

In der Geschichte der Zwerge auf Ansalon hat es sechs große Zwergenreiche gegeben, wovon heute allerdings nicht mehr alle existieren.


Kal-Thax (Die kalte Schmiede)

3100 PC – 2700 PC

Das Zwergenreich Kal-Thax kann heute nicht mehr genau bestimmt werden. Es ist das erste große Reich der Zwerge auf Ansalon und ist von Sagen und Mysterien umgeben. Glaubt man den Zwergen selbst, so stammen alle weiteren Reiche von Kal-Thax ab.
Sicher ist, dass der genau Ort dort zu finden ist, wo vor vielen Jahrhunderten die 13 Schiffe der Zwerge strandeten. Dies bedeutet, dass "Die kalte Schmiede" im Nordosten von Ansalon gelegen hat (zur Zeit vor der Umwälzung).


Thorin (Hiel-Thax oder Die heiße Schmiede)

2900 PC – 2000 PC

Gegründet wurde das Zwergenreich Thorin vom Kriegslord Agate Thorwallen – Held des Graustein Krieges. Er brachte seine Leute zu einer dampfenden Höhle und nannte sie „Heiße Schmiede". Hierbei muss es sich damals um eine Ogerkonstruktion gehandelt haben. Den Berichten zufolge wurden durch die Arbeit der Zwerge allmählich die Spuren der Oger beseitigt.
Zur selben Zeit wurden die große Festung errichtet, die über den Stadttoren wachte. Die wichtigste Ausgrabung jedoch war der natürlich Spalt, der das Mirakel von Thorin beinhaltete: Die Feuerquelle. Während durch die ständigen Arbeiten im Laufe der Jahre die Höhlen und Tunnel verändert wurden, blieb der zentrale Pool von Magma das herausragende Merkmal von Thorin. Die heiße Lava war notwendig, um den ersten Stahl zu schmieden.


Thorbardin (Das große Heim)

2150 PC – Gegenwart

Thorbardin kann mit Recht als das Größte noch existierende Reich auf Ansalon betrachtet werden. Hier kann man den Fleiß, die Genialität und Handwerkskunst der Zwerge bestaunen, die ihresgleichen auf Krynn sucht. Es gibt acht große Städte, riesige Länderein, verstärkte Tore und kalte unterirdische Seen. Thorbardin ist größer als die meisten Reiche der Menschen.

Besonders beeindruckend ist der Lebensbaum der Hylar. Hierbei handelt es sich um ein riesiges Netzwerk von Räumen und Kammern, die aus einem „lebenden" Stalaktiten gehoben wurden. In den unzähligen Ebenen leben fast die gesamten Hylar. Diese Stadt ist eine der Ungewöhnlichsten auf ganz Ansalon.

In Thorbardin gibt es insgesamt acht Städte:

 • Daerbardin: Stadt der Daegar – bestehend aus drei großen Ebenen ohne Lichteinfluss.
 • Daerforge: Arbeitsbereich der Daegar und etwa zwei Meilen von Daerbardin entfernt. Einige wenige Daegar leben hier auch.
 • Agharbardin: Ein Netzwerk aus Tunneln und massiven Säulen. Heimat der Aghar (Gossenzwerge), die von jedem anderen Zwerg gemieden wird.
 • New Daebardin: Die erste und auch größte Stadt in Thorbardin. Bewohnt von den Daewar, die die größte Anzahl an Zwerge in dem gesamten Reich stellen. Sie besteht aus drei Hauptebenen sowie sechs weiteren „Balkonebenen". Aus Sonnentunneln strahlt Licht auf diese Handelsstadt.
 • Hybardin, der Lebensbaum: Diese ungewöhnliche „Stadt" in einem Stalaktiten beherbergt 28 Ebenen und ist die Heimat der Hylar (s.o.). Auf der höchsten Ebene wurden komplexe Gebäude errichtet, die seit der Krönung von Glade Hornfell als Palast genutzt werden.
 • Theibardin: Heimatstadt der Theiwar. Sie ist sehr dunkel gehalten und in der Stadt herrscht ein reges Treiben.
 • Theiwarin: Die zweite Stadt der Theiwar.
 • Klarbardin: Die Stadt der „wildäugigen" Klar ist eine chaotische Region. Hier wird wenig gearbeitet.

Zu den weiteren bemerkenswerten Eigenschaften dieses Zwergenreichs gehören die Sonnentunnel, die Licht zu den Städten durchlassen und die 17 großen Straßen innerhalb des Reiches. Die Straßen sind etwa 10 Meter breit und 5 Meter hoch.


Thoradin (Handelzentrum der Welt)

1000 PC – Umwälzung

Zu seiner Blütezeit galt dieses Reich als Handelszentrum der Welt und war eine mächtige Nation. Thoradin behauptete seine Stärke gegenüber der grausamen Kraft der Oger und der Arroganz von Istar. Die Umwälzung jedoch beendete dieses Reich abrupt.


Kayolin (Die Minen von Garnet - Thax)

760 PC – Gegenwart

Vor mehr als zehn Jahrhunderten machten sich unerschrockene Kolonisten aus Thorbardin auf den Weg eine neue Heimat zu suchen. Für ihr Reich suchten sie hohe und isolierte Berge, die reich an metallischen Erzen und Edelsteinen sein sollten. Fündig wurden sie in Kayolin. Zu den Kolonisten gehörten die Hylar, die wiederum von den Daewar unterstützt wurden. Zusammen bildeten sie im Laufe der Zeit eine Einheit, wie es sie bisher unter Zwergen nicht gegeben hat. Die Zwerge von Kayolin unterscheiden sich kaum von ihren Cousins aus Thorbardin, doch findet eine immer stärkere Vermischung zwischen Hylar und Daewar statt.
Die Zwerge dieses Reich treiben regen Handel mit ihren umgebenden Nachbarn, da sie mehr fördernde Minen gefunden haben als jedes andere Zwergenreich zuvor. Viele der Waren werden an Caergoth, Thelgaard und Solanthus verkauft. Im Gegensatz zu Thorbardin herrscht ein sehr gutes Verhältnis zwischen den Menschen und den Zwergen von Kayolin. Nicht nur dass sie im Krieg der Lanze an der Seite der solamnischen Ritter gekämpft haben, sie haben sogar Teile ihrer unterirdischen Stadt für menschliche Gäste und Handelpartner frei gegeben. Dieses gute Verhältnis rührt noch aus den Anfängen dieses Reichs: Für die Hilfe der Zwerge im „Dritten Drachenkrieg" haben die solamnischen Ritter ihnen dieses Gebirgsreich zugesprochen. Diese Tradition setze sich auch in den weiteren Jahrhunderten und in der jüngsten Vergangenheit fort.
In Garnet Thax leben etwa 20.000 Zwerge. Normalerweise wird der Herrscher von den Hylar gestellt, doch alle anderen Positionen werden anhand der einzelnen Verdienste vergeben. Nach außen agieren beide Clans als eine Einheit.


Zakhar (Heim der Verfluchten )

0 – Gegenwart

Zhakar war einst eine von sieben Städten in Thoradin und Herzstück der Theiwar. Durch die gewaltige Macht der Umwälzung wurde Thoradin zerstört und einzig die Stadt Zhakar „überlebte". Der angerichtete Schaden war groß, denn Tunnel und Höhlen stürzten ein und viele der dort lebenden Zwerge kamen um. Die höchsten Berge von Ansalon umgeben dieses Reich, von denen viele Vulkane sind. Die Umwälzung führte dazu, das viele der Vulkane explodierten und dabei giftige Gase entwickelten. Nahrung und Wasser der Zhakar wurden verunreinigt – sie leiden seitdem an einer Krankheit, dessen genaue Ursache bis heute nicht gänzlich geklärt ist.
Die Lage dieses Reichs ist abgeschieden und Zhakar nur schwer zu erreichen. Es dauerte Jahrzehnte bis überhaupt die Existenz dieses Reiches bekannt wurde. Die höchsten Berge reichen bis etwa 5.000 Meter über den Meeresspiegel, während die Täler gerade mal 1.000 Meter über diesen liegen.

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