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Gegründet im Jahre 2225 (PC) vor der ersten Umwälzung von
Vinas Solamnus kämpft die Ritterschaft von Solamnia im Namen des Guten
gegen das Böse in Ansalon.
Die Ritterschaft teilt sich in drei Orden auf: Die Ritter der Krone,
die Ritter des Schwertes und die Ritter der Rose. Das Wappen der Ritter
von Solamnia zeigt den Königsfischer mit einer Krone über dem
Kopf, auf einem mit einer Rose verzierten Schwert stehend.
Das höchste Gesetz, daß jeder Ritter befolgt, ist der Kodex
"Est Sularus Oth Mithas". Übersetzt bedeutet es "Meine Ehre ist mein
Leben" und stellt den Rittern entsprechend hohe Anforderungen an ihre Handlungen.
Was Ehre genau bedeutet, ist in dem Maßstab der Ritterschaft definiert,
bestehend aus 37 Bänden zu je über 300 Seiten; verfasst vom Begründer
der Ritterschaft, Vinas Solamnus, selbst. In diesem riesigen Werk finden
sich auch alle anderen Regeln und Gesetze, die die Ritterschaft definieren.
Von jedem Ritter wird erwartet, daß er den Maßstab auswendig
lernt und anzuwenden weiß. So darf ein Ritter von Solamnia zum Beispiel
den Feind nicht hinterrücks angreifen, sondern sich mutig und ehrenvoll
zum Nahkampf stellen. Hilfsbedürftigen muss geholfen, Magie soll
(als unfaires Kampfmittel) gemieden werden und kein Leben darf nutzlos
verschwendet werden. Nicht selten sind Ritter gestorben, weil sie durch
ihren Codex dazu gezwungen wurden, einen viel stärkeren Gegner anzugreifen.
Mit Stolz blickt die Ritterschaft auf Sturm Feuerklinge, Held des Lanzenkrieges
zurück, der sich bei der Verteidigung des Turm des Oberklerikers im
Jahre 352 (AC) nach der ersten Umwälzung ohne jede Hilfe drei blauen
Drachen und ihren Reitern gestellt hat. Im resultierenden Zweikampf gegen
den führenden Drachen Skie und der Drachenfürstin Kitiara Uth
Matar verlor Sturm Feuerklinge sein Leben, doch nicht ohne die wertvollen
Sekunden Zeit errungen zu haben, die der Goldene General Laurana Kanan
brauchte, um die Drachenkugel im Inneren des Turmes zu benutzen, mit deren
Hilfe der Angriff zurückgeschlagen werden konnte.
Je höher ein Ritter in der Ritterschaft aufsteigt, desto höher
sind die Anforderungen im Befolgen des Maßstabs.
Die Rekruten, die in die Ritterschaft aufgenommen werden, fangen ihre
Karriere im Orden der Krone an. Hier sind die Anforderungen an den Maßstab
nicht so streng. Unehrenvolles Verhalten wird in kleinen Fällen mit
einem Verweis und in größeren Fällen mit der Möglichkeit
zur Buße und Wiedergutmachung toleriert. Der Schutzpatron dieses
Ordens ist Habbakuk.
Die Ritter des Schwertes haben es viel schwerer dem Kodex und Maßstab
zu folgen. Schon kleine Vergehen können sehr einschneidende Folgen
haben. Und nur mit reinem Herzen und aufopferungsvollen Hingabe zum Guten
kann man in den Ränken dieses Ordens aufsteigen. Ritter, deren Ehre
unbestritten ist, das gebende Opfer offensichtlich und der Mut im Kampf
unbesiegt, werden vom Schutzpatron dieses Ordens, Kiri-Jolith, mit klerikalen
Zaubern beschenkt.
Nur wenige Ritter schaffen es bis in den höchsten der solamnischen
Ritterorden, den Orden der Rose. Nur die, deren Herz so strahlend wie der
Weißstein von Sancrist und die Weisheit von Paladin in der geradezu
personifizierten Ehre der Ritter spürbar ist, können diesem Orden
beitreten, geschweige denn in ihm aufsteigen. So furchtlos wie der Platindrache
den Fünfköpfigen Drachen am Sternenhimmel umkreist, so kämpfen
auch die Ritter der Rose gegen das Böse auf Ansalon.
Der derzeitige Großmeister der Ritterschaft ist Sir Liam Ehrling,
ein Ritter der Rose. Als Nachfolger von Fürst Gunthar Uth Wistan hat
er das realisiert, was Uth Wistan zu seinen Lebzeiten schon begonnen
hatte: Die Revision des Maßstabs und die Umgestaltung der Ritterschaft.
Die Probleme, die die strikte Befolgung des Maßstabs bringt, waren
Fürst Gunthar nur zu gut bekannt. Es fehlte der Mut und die richtige
Perspektive um ein derart bindendes Werk in Übereinstimmung mit dem
Kodex zu überarbeiten und den aktuellen weltlichen Ereignissen anzupassen.
Nicht so bei Fürst Gunthar. Die Gefahren der Ritter von Takhisis und
der Großen Drachen vor Augen, sowie in Anbetracht der hohen Verluste,
die die Ritter durch den Krieg der Lanze und den Chaoskrieg erlitten hatten,
haben ihn zum Handeln gebracht. So ist der Maßstab im fünften
Zeitalter nicht mehr so streng und läßt den Rittern mehr Handlungsfreiheit.
Es ist keine Schande mehr sich wegen einem übermächtigen Feind
zurückzuziehen oder zu ergeben, in der Hoffnung wenigstens am Leben
zu bleiben um an einem anderen Tag weiterkämpfen zu können. Ferner
ist es nun auch Frauen und Halbelfen erlaubt in die Ritterschaft einzutreten.
Anderen Rassen oder denen, die keine vollwertigen Ritter werden wollen,
ist es gestattet (und erwünscht), daß sie sich als Hilfskräfte
anschließen. Dazu gehören auch Magier und Diebe, deren Fähigkeiten
eine wertvolle Ergänzung zur Nahkampfkraft eines Ritters darstellen.
Da weite Teile von Ansalon von den Großen Drachen beherrscht werden,
werden die Ritter von Solamnia dazu gezwungen sogar im Untergrund zu operieren.
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