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Die Blutstein von Fistandantilus

Der Blutstein von Fistandantilus, ein mächtiges Artefakt, welches in den frühen Tagen der Magie geschaffen wurde, kam in Raistlins Besitz nachdem er den bösen Magier Fistandantilus besiegt hatte.
Der Blutstein verfügt über ein böses Wesen, ist grün und hat rote Flecken. Der Edelstein ist in Silber gefaßt und wird mit einer Silberkette am Hals getragen.
Er kann zum Heilen von Wunden, die mit Waffen zugefügt wurden, benutzt werden, hat aber beispielsweise bei Verwundungen mittels Gift keine Wirkung.
Der Hauptzweck liegt aber darin, einem Opfer die Lebenskraft zu entziehen, und sie in den Benutzer zu transferieren, um so sein Leben zu verlängern. Der Benutzer erhält auch alle Erfahrung und die Weisheit des Opfers. Auch wenn es sehr nützlich ist, daß der Benutzer zusätzliches Wissen erhält, kann es doch zu Konfusion und Desorientierung führen, wenn der betreffende Magier nicht stark genug ist, seine eigene Identität zu finden.


Der Graustein von Gargat

Der Graustein entstand, laut einer Überlieferung der Irda, dadurch, daß der Gott Hiddukel eine Intrige sponn, die Chislev, die Göttin der Wälder und Tiere, dazu brachte, den Gott Reorx um die Erschaffung des Steins zu bitten.
Eigentlich sollte der Stein einen Anker der Neutralität darstellen und Schwankungen in die Extreme verhindern.
Reorx schuf den Stein und schloß, so dachte er, einen kleinen Teil von Vater Chaos, als Essens der Neutralität ein. Der Graustein wurde Lunitari übergeben, was Reorx aber wenig später leid tat, da er den Wunsch hatte, den Stein selbst zu besitzen.
Es ist eine typische Eigenschaft des Steins, den Betrachter in seinen Bann zu ziehen, und den Wunsch nach Besitz zu wecken. Mit Hilfe eines Gnoms gelang es Reorx, den Stein zu stehlen aber als er sich mit dem Gnom stritt, wem der Stein gehört, entwischte der selbe und veränderte Tiere, Pflanzen und Zaubersprüche, kurz gesagt er hinterließ Chaos in der Welt.
Später ließ sich der Graustein von einem Menschen namens Gargat einfangen, deshalb wird er auch oft als Graustein von Gargat erwähnt. Als die Gnomen, die den Stein jagten und die Festung von Gargat belagerten, sich nicht einigen konnten, wie sie den Stein verwenden wollen, wurde die Macht des Artefakts offenbart. Die Gnomen die den Stein wegen seines Wertes haben wollten, wurden in Zwerge verwandelt und die, die neugierig auf das Innere des Steins waren wurden zu Kendern. Danach verschwand der Stein und selbst Reorx konnte ihn nicht einfangen.
Jedem Betrachter erscheint der Graustein unterschiedlich groß und auch die Anzahl der Facetten variiert. Er fühlt sich weder warm noch kalt an und ist gleichzeitig scharfkantig und glatt.
Der Graustein benutzte die, die ihn einfangen konnten als Unterhaltung und zog dann weiter. So gelangte er auch in den Besitz der Irda, die ihn zur Verteidigung ihrer Insel einsetzen wollten, da sie sicher waren, daß sie den Stein beherrschen. Als sie den Stein aufbrachen wurden sie vernichtet, denn Vater Chaos war komplett darin eingesperrt gewesen.
In den Chaoskriegen wurde ein Tropfen Blut von Vater Chaos in den Bruchstücken eingefangen, welcher den Graustein explodieren lies. Die Welt wurde dadurch gerettet, aber der Sternhimmel Krynns sollte nicht mehr der Selbe sein...


Spruchbinder und Wegfinder

Diese zwei magischen Steine wurden von Gargath dazu benutzt den Graustein zu kontrollieren. Spruchbinder bindet Zaubersprüche an etwas und kehrt ihre Wirkung um. Ein Zauberspruch, der über größere Distanz angewendet wird und auf dessen Weg Spruchbinder liegt, wird an ein Objekt gebunden und kann somit herumgetragen werden. Sobald das Objekt sich jedoch außerhalb der Reichweite von Spruchbinder befindet, kann der Zauber am neuen Ort seine Wirkung entfalten. Zaubersprüche, die in der Gegenwart von Spruchbinder auf andere Personen ausgesprochen werden, richten sich gegen ihren Sprecher. Zaubersprüche auf sich selbst angewendet kehren ihre Wirkung um. So wird ein Zauberer, der versucht hat unsichtbar zu werden, für die Dauer, die sein Zauber gehalten hätte, hell leuchten. Auf den Träger von Spruchbinder können keinerlei Zaubersprüche angewendet werden.
Während Spruchbinder ein roter Kristall ist, ist Wegfinder sein grüner Zwillingsstein. Seine Wirkung besteht darin, Magie und ihre Anwender in Stasis zu versetzen. Ein Zauberer, der versucht den Stein aufzuheben, gefriert in seiner Bewegung und leuchtet im grünen Licht des Steins, bis ihm jemand Wegfinder aus den Händen nimmt. Auf Kreaturen ohne magische Begabung scheint er keinen direkten Einfluss zu haben.
Da beide Steine anscheinend vom Gott Reorx erschaffen wurden, gibt es keinen Weg für die Magier Krynns ihre Macht zu umgehen. Nur größerer Abstand von den Steinen kann sie wieder Sprüche wirken lassen.
Spruchbinder befindet sich wahrscheinlich verschüttet in den Tunneln Thorbardins, westlich des alten Nordtors. Wegfinder hingegen ist in den Helm des im Zwergentorkrieges verstorbenen Prinz Grallen eingesetzt und sollte sich im Besitz eines Zwerges finden lassen.


Anmerkung: Andere Quellen besagen, dass die beiden Steine Spruchbinder und Wegfinder von Sirrion geschmiedet und von Zivilyn an Gargath verschenkt worden seien, damit dieser den Graustein zu fangen und so das Gleichgewicht in der Welt wiederherzustellen vermögen konnte. Wegfinder sollte dabei den Graustein anlocken und Spruchbinder ihn gefangen nehmen. - Murmel Beutelleer


Die Brille von Arcanist

Diese magischen Gläser sind in ein solides Platingestell gefaßt und dieses Gestell ist so schmal, daß es nur Elfen oder Kendern paßt.
Die Brille von Arcanist wurde von dem Magier Arcanist einige Jahrhunderte vor der Umwälzung erschaffen.
Die Brille ermöglicht es ihrem Träger alles zu lesen und für jeden Text jeder Sprache eine perfekte Übersetzung zu finden. Sogar Zauberbücher und Spruchrollen können mit Hilfe der Brille gelesen werden. Allerdings ermöglicht sie es einem Laien nicht zu zaubern. Aber ein Magier niederen Levels, der sie trägt, ist damit in der Lage, ohne Risiko Zauber höherer Stufe zu sprechen.


Die Drachenkugeln

Man weiß davon, daß drei dieser mächtigen Artefakte auf Krynn existier(t)en. Sie enthalten die Essens der bösen Drachen und wurden von Magiern aller drei Orden, lange vor der Umwälzung, geschaffen.
Diese magischen Gegenstände verfügen über eine große, gefährliche Macht.
Die Drachenkugeln sind sehr zerbrechliche Kristallkugeln mit einem Durchmesser von 50 cm, wenn sie benutzt werden. Werden sie nicht benutzt, so schrumpfen sie auf einen Durchmesser von 25 cm. Sie hören auf Kommandowörter, wenn diese gesprochen werden. Die Kugeln sind in der Lage die bösen Drachen herbeizurufen, und wenn der Magier der die Kugeln benutzt mächtig genug ist, ist er in der Lage die Drachen zu zerstören. Sollte er allerdings zu schwach sein, wie zum Beispiel Lorac Caladon, so würden die Drachen die Kontrolle übernehmen und der Magier wäre hilflos gefangen.


Das Nachtjuwel

Das Nachtjuwel, so schwarz wie das Blut böser Drachen, beschützt die, die den Eichenwald von Shoikan, der sich rund um den Turm der Erzmagier in Palanthas erstreckt, betreten wollen. Allerdings muß der Verwender großen Mut beweisen, denn die Angst die von dem Wald verursacht wird, wird von dem Juwel nicht vollständig absorbiert.
Das Nachtjuwel kann zur Abwehr der Untoten die den Wald bevölkern verwendet werden, doch muß der Benutzer couragiert genug sein, die Untoten damit zu berühren, wenn sie angreifen.
Der Edelstein sieht schwarz und häßlich aus und fühlt sich kalt an. Er kann an einer Silberkette um den Hals getragen werden, aber wenn man den Wald betritt, muß man ihn in der Hand und hoch in die Luft halten. Der, der das Juwel benutzt muß sich seines Helms entledigen damit sich das Licht, daß von dem Nachtjuwel gebrochen wird, in seinen Augen spiegeln kann. Dieses Licht kann nur von den Untoten gesehen werden und allen anderen erscheint das Juwel nur glanzlos und häßlich wie ein Stück Kohle.
Der Edelstein kann von jedem benutzt werden und wenn es sich um eine Gruppe handelt, so muß der Anführer den Juwel tragen.
Wird jedoch eine Waffe gezogen oder ein Zauber gesprochen, so verliert das Juwel seine Macht und überläßt die Abenteurer der Gnade des Eichenwaldes.


Die Scheiben von Mishakal

Die Scheiben von Mishakal sind heilige Artefakte, die im Durchmesser ungefähr 45 Zentimeter groß sind. Insgesamt handelt es sich um 160 Platinscheiben, wobei jede Einzelne auf beiden Seiten eine Gravur aufweist. Ein Bolzen hält die Scheiben zusammen, so dass sie wie ein Buch gelesen werden können. Jede gute Kreatur kann die Scheiben untersuchen und die Inschrift lesen. Alle Anderen erleiden einen elektrischen Schlag wenn sie die Tafeln berühren.
Die Kleriker, die die Inschriften lesen, erlangen Wissen über die alten Götter des Guten: Paladin, Majere, Kiri-Jolith, Mishakal, Habbakuk und Branchala.
Die Gefährten um Goldmond und Flusswind eroberten die Scheiben von Mishakal in Xak Tsaroth aus dem Hort des Drachen Onyx. Goldmond studierte sie und wurde zur ersten wahren Klerikerin Mishakals seit der Umwälzung. Viele sollten ihr folgen und einer der Ersten war Elistan.
Später wurden die Scheiben in den Tempel des Paladin nach Palanthas gebracht. Für alle Kleriker des Guten, ist es erforderlich, dass sie eine bestimmte Zeit im Tempel verbringen und die Scheiben studieren, bevor sie mit anderen vorgeschriebenen Studien beginnen können.


Der Silberarm von Ergod

Der Silberarm von Ergod wurde von den guten Drachen, Elfen, Zwergen und Menschen während des ersten Drachenkrieges erschaffen. Er wurde damals genutzt, um die ersten Drachenlanzen herzustellen. Nur mit dem Silberarm, dem Hammer von Kharas und dem Metall der Drachen, welches ausschließlich im Monument der Silberdrachen gefunden werden kann, können perfekte Drachenlanzen geschmiedet werden.
Der Arm kann einem Menschen mit fehlendem rechten Arm und Stärke 17 angefügt werden, wobei der Mensch eine gute Gesinnung besitzen muss. Wird der Arm an die rechte Schulter eines würdigen Trägers gefügt, so wächst er von selbst an und wird wie zu einem Arm aus Fleisch und Blut. Der Silberarm wirkt wie ein Regenerationsring für den Träger.
Als die Drachen Krynn erneut heimsuchten war Theros Eisenfeld im Besitz des Armes. Wie er zu dem Arm gelangte ist unklar. Er war jedoch auch ohne den Hammer von Kharas, der sich damals in Thorbardin befand, in der Lage Drachenlanzen zu schmieden. Man sagt, sein außergewöhnliches Talent als Schmied ermöglichte ihm das. Nach dem Krieg ging Theros zurück nach Ergod, um bei den Kagonesti zu leben.

Anmerkung: Es ist unklar wie genau Theros Eisenfeld in Besitz des Silberarmes gelangte. In den Romanen wird erwähnt, dass Theros sich nach Verlust seines rechten Armes, den Silberarm selbst geschmiedet hat, während im Quellenbuch "DL Adventures" beschrieben wird, das der Silberarm von den guten Rassen zur Zeit des ersten Drachenkrieges geschaffen wurde, um die Drachenlanzen zu schmieden. - Line


Bupus Smaragd

Diesen Smaragd gab die Gossenzwergin Bupu in den Ruinen von Xak Tsaroth an Raistlin. Es ist nicht bekannt, ob der Stein magische Fähigkeiten besaß, bevor er in Raistlins Besitz gelangte. Nach dem Verschwinden des Erzmagiers entstand eine Legende über den Stein. Das Juwel erschien in der Tasche eines Gossenzwergs als dessen Leben von Drakoniern bedroht wurde. Um sich zu retten, gab er den Drakoniern den Stein. Diese wurden durch den Stein getötet und der Gossenzwerg entkam.
Bupus Smaragd kann nur von Gossenzwergen, Gnomen und Kendern verwendet werden. Wird er zur Verteidigung in lebensbedrohlichen Situationen eingesetzt, so überwältigt er seinen Betrachter mit seiner Schönheit beziehungsweise wirft eine starke Bezauberung über den Gegner des Besitzers. Berührt der Angreifer das Juwel muss er einen Rettungswurf gegen Tod bestehen. Ist er erfolgreich empfängt er trotzdem 2W20 Schaden. Andernfalls stirbt er.
In den Händen anderer Rassen erscheint der Smaragd wie ein gewöhnlicher Edelstein.

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