Geschichten-Archiv • Abenteuer in Rel Mord
Aus dem Tagebuch des Gösta Erbeling

Was zuvor geschah...

Im Krieg (der, der später als "The Greyhawk Wars" bekannt wurde) habe ich an der Front im Norden gegen die Hold of Stonefist gekämpft. Zwei Jahre gegen Banditen und Barbaren haben ein paar Vorurteile gegen Nordländer im allgemeinen und Barbaren im besonderen hinterlassen. Die Zeit war nervig und stressig, nach dem Behandeln der vielfältigsten Kriegsverletzungen ist mir keine Wunde mehr fremd.

Die Seuche

Im April 585 C.Y. brach eine Seuche in meinem damaligen Standort Schukendale aus. Henry Morgan, mein vorgesetzter Pelor Priester dort, schickte mich nach Rel Mord, um dort nach Möglichkeiten der Bekämpfung der Krankheit zu suchen, denn Magie und herkömmlichere Methoden halfen nicht. Auf der Reise wurde ich von Radagast, einem Ranger und Pathfinder, einem Elbenbladesinger namens Laran und einem Fighter namens Carneby Jones begleitet. 200 Meilen und 14 Tage ritten wir nach Womtham. Die Stadt war durch die Landflucht ein überfülltes Lager mit Slums geworden. Dort bestiegen wir die "Riverstar", die unter dem Kommando des Sir Roland of Oldred (Cavalier) stand. Carneby verpaßte die Abfahrt, stieß aber nach einem Bracchialritt einen halben Tag später doch noch zu uns. Eine ereignislose Schiffsreise auf dem Duntide River und sonniges Wetter brachten uns nach Rel Mord. 300 Meilen Langeweile und Sorgen um die Seuchepatienten in Schukendale.

In Rel Mord

In Rel Mord mußten wir unsere Waffen (alles größer als ein Dolch) mit je einem Silberstück versteuern. Weiterhin wurden wir darauf aufmerksam gemacht, daß in der Stadt keine Waffen (s.o.) getragen werden dürfen, daß die "Sentinels" die Wachen sind, die auch die Lizenz zum Töten haben und das auch hin und wieder tun. In meiner Geburtsstadt hatte sich nichts verändert, das dachte ich jedenfalls. Im Temple des Pelor erfuhr ich, daß mein Vater, Entor Erbeling, nach Mowbrenn (North Central Lands of Nyrond) geschickt wurde, um dort im Dienst seines Gottes einen Auftrag zu erfüllen. Schade, ich hatte mich gefreut, ihn nach zwei Jahren endlich wiederzusehen. Wir informierten die Oberen über die Seuche und sie versprachen, sofort in ihren eigenen und den Archiven des Temples des Delleb nach Informationen zu suchen. Unser Plan war, in zwei Tagen mit der Heilungsmethode im Gepäck mit der "Riverstar" wieder nach Schukendale zurückzukehren. Da im Temple des Pelor keine Quartiere für uns frei waren, die Stadt war durch Flüchtlinge hoch bevölkert, mieteten wir uns in der Kneipe "Zum Elch" (Stadtteil Commoner's Residences) ein.

Das Pit

Am nächsten Morgen Tages zeigte ich Radagast, Laran und Carneby die Stadt. In den Poor Residences jedoch wurden wir überfallen. Phiolen zerbrachen vor uns, Männer tauchten vor und hinter uns auf, dann wurde ich vom Gas bewußtlos. Rel Mord - was ist aus dir geworden? Wir wachten in vergitterten Käfigen auf, meine Sprüche waren durch Kopfschmerzen verdrängt, die Ausrüstung war durch Wollhosen ersetzt worden. Vor uns lag eine 6m große Arena, über uns starrten uns leere Zuschauerränge an. Nach einer Weile tauchten 3 Mann über uns auf, 2 Kämpfer und 1 Hextorpriester. Der Priester hob die schweigend die Hände und einer der Fighter nölte irgendwas vom wahren Kampf ohne Waffen und ohne Regeln. Wir erwarteten nichts gutes - aber unsere Erwartungen wurden noch übertroffen. Ein wahrer Koloß von einem Mann sprang mal eben locker die 6m runter in die Arena, eingeölt, rasiert und waffenlos sah er aus wie das was er war: Ein Experte im Pit Fight. Einer nach dem anderen wurden wir aus unseren Käfigen gelassen und von dem geölten Riesen routiniert verdroschen. Laran war der Beste von uns, aber seine Boxhiebe hinterließen keinen Eindruck, Radagast zeichnete sich durch Unfähigkeit aus, Carneby durch Feigheit und ich durch Ungeschicktheit. Na ja, uns schwand allen wieder das Bewußtsein. Dieses Mal wachten wir in einer Zelle auf - die Variation zum Käfig war klein, aber irgendwie fehlte uns die Wahl. Aus meiner Zeit in Rel Mord erkannte ich, daß wir uns im Gefängnistrakt der Sentinels befanden. Viele Stunden langem Warten folgten.

Dann wurden wir zu Landon, einem Leutnant der Sentinels gerufen. Er machte uns damit bekannt, daß wir unter Anklage standen, eine Kneipenschlägerei in dem Haus der Söldnergilde "Iron Fist" entfacht zu haben - vor 3 Tagen. Natürlich waren wir es nicht gewesen aber es standen 12 Zeugen der Gilde gegen unsere dürftigen Ausreden. Scheinbar jedoch schien Landon uns zu glauben, denn er verfolgte bereits die Spuren einiger Leute, die verschwunden waren. Im Knast warteten wir zwei Tage auf unseren Prozeß, dann kam Landon zu uns und teilte uns mit, daß dieser schon stattgefunden habe. Urteil: 500gp Strafe und wir hatten Glück, der Pranger blieb uns erspart . Egal, wir hatten nicht genug Geld und mußten auf den Vorschlag eingehen, den Landon uns nun machte. Wir sollten schriftliche Beweise über den illegalen Hextorkult besorgen. Dafür zahlte er unsere Strafe, gab uns noch 100gp für Einkäufe und versprach uns weitere 500gp für jeden im Erfolgsfall.

Die Observation

Wir wurden entlassen, endlich wieder ungesiebte Luft und vor allem Sonnenschein! Schnell gekaufte Kutten bedeckten unsere Gefängniskluft, ein Bad im öffentlichen Reinigungscenter wusch die Flöhe aus unseren Haaren. Unsere Restausrüstung befand sich noch in der Kneipe "Zum Elch". Wir ergänzten sie und berieten uns im Temple des Pelor über unsere Vorgehensweise. Ein Priester gab mir auch noch ein anderes Holy Symbol, was meine Entschlußkraft aber nicht stärkte. Unsere Informationen über die Iron Fist Guild waren spärlich: Eine Söldnergilde, verkaufte die Arbeitskraft ihrer Mitglieder, das Gildenhaus war gleichzeitig Kneipe und Hotel, ihr Ruf war der einer zuverlässigen Organisation . Die Führung hatte gerade gewechselt. Barrak, ein Kerl, dessen Beschreibung auf den paßte, der der Führer von denen gewesen war, die uns kidnappten, hatte ein Duell gegen so einen mit kaltem Blick verloren - dessen Beschreibung brachten wir mit dem Laberheini (wahrer Kampf und so) in der Arena in Verbindung. Nach langem Zögern entschlossen wir uns, das Gildenhaus zu beobachten, um einen der beiden Führer zu folgen - hoffentlich bis zum Hextortempel oder zur Arena oder so. Unsere Verkleidungen waren exzellent. Radagast machte einen auf Straßenkehrer, der Elb auf fahrenden Flötenspieler, Carneby strich unaufgefordert irgendeine Wand an und ich habe mich mit Kohlezeichnen versucht. Alaric, so hieß der Typ mit dem kalten Blick fand dies wohl witzig und teilte uns das mit. Nun ja, das zu unserem Plan, der nun endete. Die Priester des Pelor waren übrigens ratlos wie die Seuche zu behandeln sei, die "Riverstar" war weg, wir durften die Stadt nicht verlassen und mein Holy Symbol war in Händen eines Hextorpriesters. Das zu dem Plan zu Beginn unseres ausgeuferten Aufenthalts in Rel Mord.

Hinein!

Frust schieben war angesagt. Aber darauf hatte Laran bald keine Lust mehr. Er schlug vor, einfach mal in die Gilde zu gehen und die im Sichtschutz der trinkenden Masse zu untersuchen. Mangels Alternativen gingen wir also rein. Erwartungsgemäß war die Schenke brechend voll. Durch eine Tür gingen hin und wieder Leute, die mal bald, mal nach Turns mal gar nicht rauskamen. Das interessierte uns. Wir schickten Carneby vor, der ein paar Meter erleuchteten Gang erkundete und dann zurückkam. Nach und nach sickerten wir durch die Tür. Eine Wache, die uns dabei störte, wurde von Laran k.o. geschlagen. Wir fanden eine Waffenkammer, die Trophäen aus aller Herren Länder enthielt und ein Geschäftszimmer. Das half uns nicht weiter. Also stiegen wir noch eine Treppe runter und betätigten die Türklinke, die in die Wand geschraubt war. Die Falle freute sich: "Endlich bin ich mal wieder ausgelöst worden." Die Treppenstufen waren nun von aufrecht stehenden Klingen bedeckt. Das war unangenehm. Carneby aber nicht faul hechtete die 10 Stufen hoch, suchte hektisch nach einem Kontermechanismus für die Falle, warf uns einen Hammer runter (wir konnten gerade noch in Deckung gehen), brachte die erwachende Wache um, und baute uns dann mit Hellebarden eine Brücke über die Klingen . Na gut, weiter, ein paar Türen waren noch nicht erkundet. Hinter einer verbarg sich ein Speer, der sich in meine Brust bohrte, das Loch fand ich nicht witzig. Ein totes Gangende erweckte unser Mißtrauen, berechtigt, denn eine Fallgrube war darunter verborgen, die sich unter Carneby öffnete. Eine wahre Fundgrube. Die Alarmtöne, die nach dem treffenden Speer und dem Öffnen der Grube ertönten, sind noch zu erwähnen, da sie unsere Seelenruhe störten. Dann war da noch die (für uns) letzte Tür, hinter der Alaric stand, über unsere Attacken lächelte, die durch ihn durch gingen als sei er eine Illusion. Immerhin wies er uns darauf hin, daß seine Wachen unterwegs waren, da wären wir nach dem Signalton nicht drauf gekommen. Wir verabschiedeten uns wie Goblins, die an Zahl nur doppelt überlegen sind. Wir liefen zum Hinterausgang und versammelten uns vor einer massiven, versperrten Tür. Unser Kriegsrat wurde roh durch näher kommende Schritte unterbrochen. Eine Zwischentür wurde von uns zugehalten und durch diese diskutierten wir unsere Aufgabebedingungen mit den Sentinels. Ergebnis: bedingungslose Aufgabe.

Lernfähig?

Also: Wieder zwei Tage Knast, aus der uns Landon wieder herausholte. Eine Strafe wegen Sachbeschädigung in utopischer Höhe wegen Verkratzung von Speeren (auch diese unästhetischen Blutflecken auf den Antiquitäten) muß binnen 7 Tagen bezahlt werden. Heftig mosernd werden wir wieder entlassen - dieses Mal ganz ohne Geld und Ausrüstung. Zahlen wir nicht, dürfen wir das Geld in den Minen abarbeiten . Unser Arbeitsplatz wäre auf Jahrzehnte ungefährdet. Zusätzlich für einen Schwächeanfall sorgte der Gedanke, daß die schriftlichen Beweise evt. in der Geschäftsstelle herumlagen, immerhin hatten wir sie nicht durchsucht. Ich lieh mir ein paar Kröten, um unsere Zimmer im "Elch" zu bezahlen, dann lernte ich Sprüche. Noch einmal faßten wir den festen Vorsatz, die Gilde nicht eher zu verlassen, bis die Beweise in unserer Hand waren. Der erste Teil unseres Planes verlief wie gewollt. Das hätte uns stutzig machen sollen. Am hellen Vormittag beobachteten wir, wie Alaric mit einem Einkaufskorb zum Markt ging. Wir glaubten an seine Ahnungslosigkeit, denn Frust schoben wir schon genug. Dann platzten wir in den Geschäftsraum, ich schläferte den staunenden Buchhalter ein, wir schlossen die Tür - perfekt. In unserem Hochgefühl durchsuchten wir das Zimmer wieder nicht; jetzt mußten die Papiere in Alarics Zimmer sein - oder? In seinem Zimmer fanden wir Geld, das ich einsteckte und eine Truhe. Carneby wollte sie ohne viel Denken öffnen, worauf ich fluchtartig den Raum verließ (mit Laran und der war noch schneller). Verwundert schloß Carneby, daß evtl. eine Gefahr drohe und schaute uns schulterzuckend an. Ich öffnete die Truhe aus sicherer Entfernung mit einer Hellebarde. Ein Gas entwich und trieb uns noch weiter zurück. Carneby immer noch mit mehr Mut als Verstand hielt dann den Atem an und zog die Kiste zu uns. Ich fragte ihn, warum er sie nicht trug und Laran fragte ihn, warum er nicht nur einfach die beiden Blätter mitgebracht habe, aber er hatte noch nicht in das Behältnis hineingeschaut. Nun gut, wir nahmen die Papiere an uns und wollten jetzt den ungastlichen Ort verlassen. Carneby ging noch seiner Lieblingsbeschäftigung nach, aufwachende harmlose Typen zu töten. Er donnerte seinen Säbelgriff in den Kopf des Buchhalters. Schnell wollte ich diesen noch heilen, aber der Tote zeigte sich nicht mehr beeindruckt. Barrak jedoch trat auf den Plan, ungeladen, ungewollt und ungeliebt. Er beschäftigte Laran und Carneby mit seinem Schwert, während Radagast die Tür aufschloß und ich dem Kampf zuschaute und unter Gewissensbissen litt, denn der Buchhalter wäre wohl nicht unter den Händen meines wahnsinnigen Gefährten gestorben, wenn wir ihn gefesselt hätten. Laran sang nun beim Kampf, bekam glasige Augen und bewegte sich katzenhaft wie in Trance - beängstigend aber effektiv. Barrak erlitt Wunde um Wunde, traf aber selber kaum. Carnegy bekam wieder Panik. Er rief Radagast zu, schnell die Stadtwache zu holen, wahrscheinlich wollte er uns möglichst schnell hinrichten lassen. Radagast hielt das auch für eine gute Idee und hörte auf den Lebensmüden. Ich jedoch mit hektischen Bewegungen, verzerrten Gesichtszügen und verliebt in mein noch junges Leben sprang zur Tür und hielt sie zu. Der Kampf verlief weiterhin gut, bis Carneby wieder irgend etwas zu eng war, sich vom Kampf zurückzog, ratlos feststellte, daß das auch nichts half, sich mit Anlauf in den Kampf zurückschnellte und seine Waffe zerbrach. Alles Mutanten - und ich mittendrin. Laran trieb den schwer verletzten Barrak in die Flucht und dann verließen drei von uns den Raum. Wer nicht? Natürlich Carneby, der dem Barrak noch nachstürzte. Er kam aber bald nach, nein nicht Barrak, Carneby. In aller Eile hasteten wir in unser neues Hauptquartier, dem "Elch", denn der Pelortempel hatte uns klargemacht, daß unsere Anwesenheit dort rufschädigend sei. Dort entzifferten wir die Dokumente. Eines zeigte eine Wegbeschreibung zu einem Haus im Süden von Rel Mord. Das andere, daß in Jurne (Ulek) eine Seuche ausgebrochen sei, unterzeichnet von der dortigen Hohepriesterin der Istus. Schnell noch den Laran geheilt, dann zu diesem Haus, dem mutmaßlichen Hextortempel mit eingebauter Arena, geeilt.

Der Tempel

Dort gingen wir nach der sich nun bereits bewährten Taktik vor. Schnell rein und dann mal schauen. Das mal schauen endete an der 2. Tür. Carneby und ich bekämpften dort einen Hextorpriester, Laran machte in einer kürzeren Zeit 2 andere fertig. Radagast fühlte sich nicht ausgelastet und öffnete die Doppelflügeltür zu einem sechseckigem Raum. Überraschenderweise traf er dort auf 3 Priester, die dort um einen Brunnen mit blutrotem Wasser herumstanden und sich über die Störung verärgert zeigten. Er ergriff zu der Zeit die Flucht als Laran mit seinen Spielchen mit den beiden Hextorpriestern fertig war. Radagast lief an dem Elben vorbei, blieb kurz stehen, rief: "Hilf mir!" und lief dann aus dem Haus. Als Laran klar wurde, daß nur 3 Priester seinen Kumpel, den Waldheinz, verfolgten, schloß er messerscharf, daß der Ranger unter Klaustrophobie leide und frische Luft brauche. Als Carneby und ich zu Laran stießen hatte dieser bereits einen rot und einen grau berobten erledigt. Der dritte machte nun auch nicht mehr lange. Töten war eigentlich nicht mein Metier, aber gegen Hextorpriester schwang ich meine Keule zwar unbeholfen aber mit Wonne. Diese Sache war überstanden, aber statt nun straight ahead weiter in die Tiefen des Tempels vorzudringen, gingen wir über die Dörfer und öffneten noch eine Seitentür. 3 Ghoule standen erwartungsvoll schmatzend vor uns. Kurz mit mir ringend (es ging um den Fluchtinstinkt) begann ich dann sie mit mächtigen Worten zu vertreiben. Ziemlich dumm schaute ich, als sie noch da waren, nachdem ich endete, noch dümmer, als ich merkte, daß ich ja kein Holy Symbol hatte. Der geneigte Leser kann raten, wie der Kampf ausging. Genau! Radagast war geflüchtet, ich und Carneby paralysiert und Laran der strahlende Sieger. Woher wußtet Ihr das? Laran fand eine Scroll mit einem Spruch, der uns wieder bewegungsfähig machte. In dem Ghoulraum lag auch unsere Ausrüstung, die wir nun an uns nahmen. In der Zwischenzeit lief Radagast zur Wache und wollte Hilfe holen, hatte aber leider vergessen, welchen Rang unser dortiger Wohltäter hatte und auch, wie dieser hieß. Das Gestammel muß ziemlich putzig gewesen sein. Die anderen drei waren nun schlauer geworden, ließen Nebentüren in Ruhe und gingen ab durch die Mitte. Nach einer weiteren Doppelflügeltür sahen wir die Arena, dahinter einen Altar, eine Statue von Hextor als einen vielarmigen Dämon und einen schwarzrobigen Hextorpriester. Sofort stürzte ich auf diesen zu, um ihn am Zaubern zu hindern. Währenddessen lief Carnegy aus dem Haus, wohl eine Allergie gegen Dämonenstatuen. Nun ja, Laran plazierte eine Magic Missile im Brustkorb des Priesters, den ich leider verfehlte. Im Verlauf des Kampfes erschlug mich der Priester, Laran tötete diesen miesen Möpp und Carneby nahm einen weiteren Anlauf, um der Statue zu widerstehen, mußte aber wieder panikartig das Haus verlassen. Traf da aber zu seinem Schrecken auf einen mit Heiltränken vollgepumpten Barrak, der vor Gesundheit nur so glänzte. Bevor einer dem anderen jedoch etwas tun konnte, tauchte wie aus dem Nichts Alaric auf, schlug Barrak den Kopf ab, meinte noch, daß er uns ja nicht schaden wollte und verschwand aus der Stadt, aus den Köpfen, aus dem Sinn. Ohne sich um die beiden Leichenteile des Barrak zu kümmern, ging Carneby zur Wache, kämpfte dort ebenfalls mit seinem Gedächtnis und diskutierte fruchtlos mit dem Sergeant der Wache. Er hätte meine Gefährten gerne zu Landon geführt, aber sie kannten ja seinen Namen nicht. Sergeants gehören zu den gut domestizierten Tieren, die tun, was man ihnen sagt. Laran tauchte dann nach einer Weile auf und fragte die beiden Matschbirnen, ob sie schon Landon gesprochen hätten, Nun wußten sie den Namen, wurden vorgelassen und kehrten mit einer Eskorte zum Temple des Hextor zurück. Dort wurde von einem Heironeouspriester der Altarraum entweiht.

Happy End

Ich wurde wiedererweckt und fit gemacht. 3 Wochen warteten wir auf ein Bankett zu unseren Ehren und die Geschenke für uns. Während dieser Zeit kam die Nachricht, daß die Seuche in Schukendale einfach verschwunden war. Der Zeitpunkt fiel mit dem Entweihen des Temples zusammen. Was für ein Zufall! Das Bankett war eine Erleichterung für mich. Ich hatte kurz davor gestanden, in meiner Heimatstadt eine unerwünschte Person zu werden oder gar die umliegenden Minen zu beglücken. Nun war ich, wenigstens für einen Monat, der Held der Stadt - zusammen mit den anderen drei. Als Geschenke erhielten wir jeder 3.000 gp von der örtlichen Kaufmannsgilde und ein magisches Amulett vom Heironeoustempel.

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