Drachen von Krynn • Böse Drachen • Rote Drachen

Rote Drachen

Im Jahre 278 des vierten Zeitalters (A.C.)

Ich bin alt, sehr alt. Unzählige Sommer und Winter habe ich kommen und gehen gesehen. Jahre? In eurem kleinlichen Geist messt ihr die Zeit in Jahren. Ich bin ein DRACHE! Ich bin Jahrhunderte alt. Das Khalkist Gebirge ist mein Reich. Und sollte jemand wagen mich nicht hier als der Herrscher anzusehen, dann werde ich ihn ZERFETZEN. Denn ich bin das Feuer.
Takhisis, meine Göttin, meine Königin. Die einzigste, vor der ich meine Haupt verneige. Doch auch nur, wenn sie mir als der fünfköpfige Drache erscheint. Ich nehme keine Befehle von einem Menschen an. Sollte sie mich so aufsuchen, dann werde ich auch sie zerfetzen. Denn ich bin das Feuer.
Vor etwa einem Jahrhundert weckte mich meine Königin aus einem langem Schlaf. Sie vertraute mir ihr Geheimnis an. Ein Geheimnis, das mich laut auflachen ließ. Die Eier der guten Drachen. Jaaahh, das ist der Weg, das ist der Schlüssel. Obwohl ich es schade finden werde, wenn ich keinen mehr von meinen gutherzigen Brüdern im Kampf vernichten kann. Besonders die Bronzenen schmecken so gut. Besser als jedes süße Elfenfleisch.
Bald ist es soweit, bald werden wir uns in die Lüfte erheben und Terror über das Land bringen. Ich bin das Feuer.



Rote Drachen sind die unberechenbarsten und gierigsten aller Drachen Krynns. Sie lassen sich nicht gerne Befehle erteilen, denn sie sehen sich selber als die herrschende Spezies an. Nur der Macht Takhisis ist es zu verdanken, dass die Rote Brut, wie sie von ihren goldenen Vettern gerne verächtlich genannt werden, der Göttin ihre Einwilligung gab, andere Ziele als ihre Eigenen zu verfolgen. Da es selbst für Takhisis schwer ist diese unberechenbaren Kreaturen zu bändigen, haben die Roten den kleinsten Teil im Krieg der Lanze an bösen Drachen dargestellt.

Was ihnen am meisten bedeutet ist ihr Schatzhort. Dessen Wert sie bis auf ein Stahlstück jeder Zeit benennen können. In einem 30 Meter Umkreis wissen sie automatisch, ob sich Edelsteine in ihrer Nähe befinden. Weit ab von jeder Zivilisation, tief verborgen in Höhlen, in hohen Gebirgen, dort befindet sich des Roten Drachen Hort. Sollte es jedoch ein Wesen schaffen zu dem Hort eines Roten vorzudringen. So kann die arme Seele direkt ihr Testament machen. Schon die Größe eines Roten Drachen, die die der Goldenen noch um einiges übertrifft, lässt einen vor Angst keinen Schritt weiter machen. Die ältesten unter ihnen können von Kopf bis Schwanzende 350 Fuss erreichen. Scharfe Krallen, Zähne so scharf wie Rasierklingen und ein Feuerodem der alles zum Zerschmelzen bringt, sind ihre gefährlichsten Waffen. Gegen Feuer ist der Rote natürlich immun. Also ihr dummen Sterblichen, nutzt die Zeit anderweitig im Kampf, als einen Feuerball auf einen Roten zu schleudern. Das Feuer ist sein Element. Auf Feuer basierende Zauber gehören jeder Zeit zu seinen Fähigkeiten.


Im Jahre 323 des vierten Zeitalters (A.C.)

Es ist vollbracht. Die Eier der nach Gutmütigkeit stinkenden Drachen wurden gestohlen. Die Drakonier, eine Abart aus humanoiden Drachen werden bald das Licht der Welt erblicken. Takhisis, du falsches Stück, viel lieber hätte ich die Eier mit meinen Pranken zermalmt, als dass die Essenz unseres edlen Blutes in so erbärmliche Körper gepresst wird. Dafür, dass ich stillschweigend meine Zustimmung gab, möchte ich entlohnt werden. Ernenn mich zu deinem Stellvertreter hier. Denn nur ICH kann hier herrschen wie du es willst. Denn ich bin das Feuer.

Drachenlanze.de, Text: Thalas