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Kodrachen

Die Kodrachen sind eine seltene, sehr kleine Spezies von Drachen, die von der Ebene der Astraldrachen stammt. Sie sind Sammler von Wissen und Liebhaber der Künste und arbeiten oft als Gesandte der Astraldrachen.
Kodrachen sind pelzige, kleine Drachen mit einer Flügelspannweite von etwa 3 Fuß. Sie haben die Größe einer normalen Hauskatze, eine katzenähnliche Schnauze, ebensoähnliche Ohren und große, schwarze, luminöse Augen. Sie haben einen langen Schwanz, der zum Ende spitz zuläuft und wie der Rest des Körpers mit kurzem, grauen Fell bedeckt ist. Ihre lederartigen Schwingen sind haarlos und ähneln denen einer Fledermaus, für die Kodrachen oft gehalten werden, sollten sie nur für einen kurzen Moment erblickt werden. Ihre Vorderpfoten ähneln den Händen eines Menschen, weil die Daumen den übrigen Fingern entgegengestellt sind. An ihrem Bauch haben sie einen Beutel, genauso wie bei Beuteltieren.
Kodrachen sprechen mit einer leisen, leicht zischenden Stimme, die wie die Stimme eines Kindes klingt. Sie verströmen einen für Säugetiere ungewöhnlichen, moschusartigen Duft.

Ihr Wesen

Kodrachen sind Liebhaber der Künste und des Wissens. Darum machen sie weite und lange Reisen an alle möglichen und unmöglichen Orte, um an das Wissen und die Informationen zu gelangen, die sie interessieren oder die sie für wichtig erachten. Gesammeltes Wissen schreiben sie mit Griffeln auf kleine Tontafeln, die sie zusammen mit dem Schreibgerät in ihrem natürlichen Beutel ständig bei sich tragen. Dieser wirkt wie ein Nimmervoller Beutel und bietet somit mehr Platz als er von Aussen den Anschein hat.
Um an das nötige Wissen zu gelangen, das es auf den Tontafeln zu verewigen gilt, haben Kodrachen eine Leidenschaft für Gespräche mit anderen Lebewesen und für das Stellen von Fragen. Sie sind unheimlich neugierig und können in diesem Aspekt durchaus mit Kendern verglichen werden. Mehr noch: Was die Kender unter den humanoiden Rassen sind, sind die Kodrachen unter den Drachen, nur weniger lästig, sofern man es schafft, sie von einem selbst abzulenken und ihnen interessanteres Wissen bei anderen Quellen in Aussicht zu stellen. Daher ist wohl auch der Name "kodragons" (englisch: kender of dragons) abgeleitet. Allerdings sind Kodrachen wertvolle Tauschpartner, was Informationen angeht: In geheimen Bibliotheken, die von älteren, nicht mehr auf Wanderungen gehende Kodrachen gepflegt werden, werden alle beschriebenen Tontafeln gesammelt und archiviert. Dank ihren Fähigkeiten des fehlerfreien Teleportierens und des Ebenenwechsels sind diese Bibliotheken schnell und sicher zu erreichen.

Kampf und Fähigkeiten

Kodrachen sind keine Kämpfer. Sie vermeiden Konflikte, wann immer es geht. Sie sind sehr intelligent und höchst geschickt. Ein fliegender Kodrache ist nur sehr schwer zu erwischen. Im Gegenzug kann er von allen möglichen Seiten angreifen und an die verwundbarsten Stellen gelangen.
Zwei Odemwaffen stehen dem Kodrachen zur Verfügung. Die erste ist ein Schrumpfungsgas, das einen Raum von drei Kubikmetern einhüllen kann. Wesen, die von diesem Odem berührt werden, schrumpfen auf fünf Prozent ihrer ursprünglichen Größe. Die andere Odemwaffe lässt das Opfer wieder auf seine normale Größe wachsen.
Sollte es sehr gefährlich werden, kann sich der Kodrache immer noch fehlerfrei wegteleportieren, oder gar gleich die Ebene wechseln. Beides macht er jedoch höchst ungern, lieber benutzt er seine Flügel, ausser bei ernster Gefahr.

Ihre Biologie

Kodrachen legen keine Eier, sie gebären ihre Kinder lebend. Die Erziehung der Kinder, welche ihre erste Zeit im Beutel der Mutter verbringen, ist Aufgabe der weiblichen Kodrachen. Der Vater kommt nur ab und an zu Besuch, wenn er keine anderen Aufgaben hat.
Kodrachen können sich von jeder Flüssigkeit ernähren, sei es Wasser, sei es Wein oder Bier, oder gar Quecksilber. Damit sind sie auch immun gegen flüssige Gifte. Sie müssen jeden Tag ihr eigenes Körpergewicht in Flüssigkeiten zu sich nehmen.
In ihrem Nacken haben sie eine besondere Drüse, die sich hervorragend für die Herstellung von Schrumpfungstränken eignet.

 Murmel Beutelleer 2002
Drachenlanze.de